Mit dem Mountainbike quer durch die Alpen - fünf schweißtreibende Tage verbrachten Michael Kahlfuss und Patrick Adam aus Möser im Gebirge. Die Erkenntnis: Eine Wiederholung wird es mit Sicherheit geben.

Möser l Geburtstage sind immer gut. Nicht nur, weil sich der häusliche Papierkorb im Anschluss immer über reichlich zerknülltes Geschenkpapier freut, sondern auch, weil sie ein willkommener Anlass sind, mal wieder neue Vorsätze für das nächste Lebensjahr zu formulieren.

Es liegt in der menschlichen Natur, dass eben diese Vorsätze, an deren Umsetzung zunächst natürlich keiner zweifelt, im Anschluss getrost über Bord geworfen werden - nicht so bei Patrick Adam. Obwohl: "Eigentlich habe ich ihn schon mehr oder weniger gezwungen", berichtet Michael Kahlfuss amüsiert. Wohl wissend, dass Adam an seinem 40. Geburstag im vergangenen Jahr, als er Kahlfuss die Zusage zur Mountainbike-Tour durch die Alpen gab, noch nicht so recht ahnte, was ihn erwarten würde.

Kahlfuss organisierte einen Guide, das Training begann und ehe sich Adam versah, war er auch schon in St. Anton. Dass die beiden nach dem fünftägigen "Ritt" durch Berge und Täler noch immer gut befreundet sind, beweist Adams Fazit: "Das war eine tolle Tour, die wir bestimmt wiederholen werden." 50 Kilometer pro Tag, 9000 bewältigte Höhenmeter und viel Schweiß - die fünf Tage hatten es in sich. "Das war schon kein Zuckerschlecken", so Kahlfuss, der sonst als Rallye-Fahrer die Kontinente unsicher macht. "Sonst habe ich immer nur zweitägige Touren gemacht, weil immer irgendwelche Rallyes im Jahr anlagen." Das Duo kennt sich bereits lange, macht jedes Wochenende die Wälder und Feldwege im Jerichower Land "unsicher". Auch mit dem Motorrad haben beide schon etliche Male die Alpen überquert.

Damit beim ersten längeren Mountainbike-Trip nichts schief ging, schlossen sie sich einer neunköpfigen Gruppe an, die von einem Guide (Adam: "Der hat das wirklich super gemacht.") betreut wurde. Und die gute Vorbereitung im Vorfeld hat sich ausgezahlt. "Ich habe etwa sechs Monate vorher langsam angefangen, etwas zu machen und drei Monate vorher das Training nochmal gesteigert", so Kahlfuss, der im Anschluss fast etwas verlegen sagte: "Wir waren schon so ein bisschen die Cracks da in der Gruppe." Ganz im Gegenteil zu zwei anderen Fahrern. "Die hatten sich schlecht vorbereitet", so Adam.

Von St. Anton aus ging es zunächst weiter nach Ischgl, ehe die Gruppe den Ofenpass im Schweizer Kanton Graubünden passierte und im Anschluss Kurs auf das Ziel, die Stadt Riva del Garda, am Gardasee nahm."Da waren teilweise Anstiege von 26 Prozent dabei, die du nur im ersten Gang meistern konntest. Es gab auch Abschnitte, wo es so steil bergauf ging, dass du das Mountainbike erstmal 45 Minuten tragen musstest", berichtet Adam. Vor allem die Anstiege hätten "viel Spaß" gemacht.

Dass die Tour kein einmaliges Erlebnis bleiben wird, steht für beide fest. Adam hat Blut geleckt und meint: "Es gibt die Kategorien eins bis vier. Letztere ist richtig brutal. Wir hatten in diesem Jahr die Kategorie zwei, vielleicht wird es nächstes Mal die drei oder sogar die vier." Neue Vorsätze, die in die Tat umgesetzt werden. Dann ganz ohne überreden.