Der Blankenburger FV hat im Kreispokal des Landrats als erste Mannschaft das Halbfinale erreicht. Die Fieberling-Elf behielt in einem hart umkämpften und unterhaltsamen Nachbarschaftsduell gegen den SV Stahl Thale mit 2:1 die Oberhand.

Blankenburg l Mit den Landesklasse-Spitzenteams des Blankenburger FV und des SV Stahl Thale (statt des versehentlich angekündigten SV Westerhausen/d. Red.) trafen zwei Topfavoriten auf den Kreispokalsieg bereits im Viertelfinale aufeinander. Während die Thalenser in Bestbesetzung aufliefen, saßen beim Gastgeber mit Robinson, Friedrichs, Mzyk, Schwarzenberg, Neuhaus, Schröder, Bartl, Effler und Schreiber neun Spieler aus der Startformation des letzten Punktspiels auf der Bank oder standen gar nicht erst im Aufgebot. Wohl dem, der einen breiten Kader hat.

Die neuformierte Heimelf brauchte dann auch einige Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Stahl Thale übernahm in der Anfangsphase das Kommando. Gerade drei Minuten waren gespielt, als Referee David Kawitzke den Gästen einen Handelfmeter zusprach. Christian Richter ahnte zwar gegen Thales Schützen Steffen Hägemann die Ecke, konnte den scharfen Schuss aber nicht entscheidend ablenken.

Das Vandreike-Team war im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit das bessere Team, allerdings erspielten sich auch die Blankenburger durch Dominik Paul und Hendrik Neudek per Kopfball die ersten Möglichkeiten. Die besseren Chancen waren aber auf Seiten der Thalenser. So vereitelte Richter mit toller Parade gegen den freistehenden Steve Kretschmer das 0:2 (25.), Hägemann traf mit einem Schlenzer nur den Außenpfosten (30.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam beim Gastgeber durch die eingewechselten Thomas Neuhaus und Marcel Schreiber neuer Schwung ins Angriffsspiel, die Blankenburger übernahmen nun mehr und mehr das Zepter. Während Thale durch Andy Drechsel noch zwei gute Möglichkeiten hatte, wurde auf der anderen Seite Dominik Paul nach Schreiber-Flanke im letzten Moment am Schuss gehindert (54.). In der 67. Minute dann ein folgenschweres Foul von Patrick Mämecke an Martin Zobel, der nach langer Verletzungspause ein überzeugendes Comeback feierte. Während der eingewechselte Thalenser binnen kürzester Zeit seine zweite Gelbe Karte kassierte und damit vorzeitig Duschen konnte, versenkte Marcel Schreiber den Freistoß zum 1:1 ins lange Eck.

Die Gastgeber blieben am Drücker. Nach einem weiten Abschlag von Christian Richter und Kopfballverlängerung von Sebastian Lehmann war es erneut Marcel Schreiber, der Gästekeeper Nico Picek umkurvte und den Ball zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer einschob. Die Gäste hatten zwar durch den eingewechselten Nico Stange noch eine Kopfballchance (80.), schwächten sich aber eine Minute später durch eine weitere Ampelkarte gegen Andreas Dub wieder einmal selbst. Der Stahl-Routinier benötigte nur wenige Sekunden, um sich zwei Gelbe Karten für Foulspiel und Meckern einzuhandeln. Überhaupt wurde das Prestigeduell teilweise sehr hart geführt und war von Referee Kawitzke kaum unter Kontrolle zu halten. Zwölf Gelbe- und zwei Gelb-Rote Karten sprechen eine deutliche Sprache.

Blankenburger FV: Richter - Wegert, H. Neudek, Neumann, Zablinski, Paul, Rudolf (46. Neuhaus), Zobel (86. Förster), Leventyüz, Rudloff (46. Schreiber), Lehmann;

SV Stahl Thale: Picek - Fahldieck (46. Mämecke), Tietze, Dub, Kaye, Weber, Hufmüller (72. Stange), Hägemann, Drechsel, Engel, Kretschmer;

Torfolge: 0:1 Steffen Hägemann (4. HE); 1:1, 2:1 Marcel Schreiber (68., 77.); Schiedsrichter: David Kawitzke (Rhoden); Zuschauer: 75; bes. Vorkomnisse: Gelb-Rote Karten gegen Patrick Mämecke wegen wdh. Foulspiel (67.) und Andreas Dub (beide Stahl Thale) wegen Meckern (81.).