Halberstadt l Wenn es um das Londoner Wetter geht, wird von Nebel oder Regen gesprochen. Das Gegenteil traf in diesem Jahr zu. 14 Grad, in der Sonne sogar mehr, zeigte das Thermometer. Start und Ziel „The Royal Parks Foundation Half Marathon“ war im Hydepark. In Blocks, je nach angegebener gewünschter Zielzeit, wurde gestartet. Über 16000 Teilnehmer meldeten sich zu diesem Lauf­event an, 14763 Starter erreichten das Ziel.

Die Strecke führte zunächst entlang des Hyde Parks, Wellington Arch vorbei am Buckingham Palace zum St. James`s Park und Admiralty Arch. Mit Blick auf den Big Ben ging es weiter zum Somerset House. Dort wurde ein Bogen gelaufen und für die Läuferschar ging es wieder zurück in Richtung Hyde Park, diesmal über den Trafalgar Square, Admiralty Arch entlang von The Green Park. Im Hyde Park und Kensington Gardens wurden einige Meilen gelaufen. Nach Passieren der Royal Albert Hall war das Ziel schon in Reichweite und die letzen Meter liefen die Läufer getragen vom Zuschauerbeifall ins Ziel.

„Entlang der Strecke gab es viele Stellen, an denen die Zuschauer klatschten, kreischten, mit Jubelrufen anfeuerten“, berichtet Roswitha Ahrens. „Trommlergruppen und Cheerleader sorgten für Stimmung. Die Ohren hatten aber auch Gelegenheit, sich von dem ,Krach‘ zu erholen“, fügte die begeisterte Volksläuferin vom MSV Eintracht Halberstadt hinzu.

Im Hyde Park, in der Festival Arena, trafen die Läufer dann ihre Begleitpersonen. Das Wetter war so angenehm, dass man dort länger verweilen konnte. Und dabei ergab sich auch ein Wiedersehen mit anderen Läufern, mit denen Familie Ahrens vor einigen Jahren schon im Ausland gelaufen war.

Roswitha Ahrens von der Laufgruppe des MSV Eintracht absolvierte den Halbmarathon in 2:07:31 Sunden. Bei der Ergebnisauswertung machte sich schließlich bemerkbar, dass die Startkarte für diesen Lauf nicht so einfach zu buchen war. Dies war nur über Spendenaktionen oder über ein Reiseunternehmen möglich. Durch diese Fremdanmeldung kam es wohl auch dazu, dass sich ein Jahrgangsfehler eingeschlichen hatte. Roswitha Ahrens wurde in der Altersklasse 40 bis 55 geführt, unter 2087 Teilnehmerinnen belegte sie den 823. Platz. „Mit 72 Jahren steht man lächelnd darüber“, nahm es die Halberstädterin locker.

Überhaupt gehörte die Altersklasseneinteilung mit den drei Kategorien bis 40 Jahre, von 40 bis 55 Jahre und ab 55 Jahre zu den Besonderheiten des Laufes. Etwas ungewöhnlich war auch die Tatsache, dass die Anzahl der männlichen und weiblichen Teilnehmer fast gleich hoch war.

Mit dem Lauf war der Ausflug in die englische Hauptstadt für die Ahrens‘ aber nicht beendet. „London nur per Lauf zu erleben, wäre eine Sünde. Also wurden vor und nach dem Lauf einige Tage Urlaub angehangen“, berichtet Roswitha Ahrens.