Einen sportlich guten Rahmen hat der erste EnergieCup Harz geboten. Initiatoren der Veranstaltung waren Gastgeber TSG Bad Harzburg und der FSV Grün-Weiß Ilsenburg.

Bad Harzburg. Neben diesen beiden Mannschaften komplettierten Regionalligaaufsteiger VfB Germania Halberstadt und Niedersachsen-Oberligist Goslarer SC das Teilnehmerfeld. "Die Veranstaltung soll zur Tradition werden, nächstes Jahr findet sie dann in Ilsenburg statt", kommentierte Jürgen Schröder, sportlicher Leiter beim FSV Grün-Weiß, die gelungene Wettkampfpremiere im Sportpark.

Das erste Halbfinale zwischen den beiden niedersächsischen Vertretern Bad Harzburg und Goslar entschied der Oberligist eindeutig mit 7:0 für sich. Im zweiten Semifinale standen sich die zwei Aufsteiger aus dem Harzkreis gegenüber.

Hier hatten die Vorharzer vom VfB zwar deutlich mehr Ballbesitz, ohne jedoch die ganz klaren Torchancen zu erspielen. Timo Breitkopf hatte in der 20. Minute die Führung für Halberstadt auf dem Fuß. Im weiteren Verlauf folgten zwei Abseitstore des VfB - der Regionalligist bestimmte die Partie, es mangelte aber noch an der finalen Präzision. Ansonsten hinterließ die Startelf, mit Scheidler, Handke und Schubert waren drei Neuzugänge aufgestellt, zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon einen recht homogenen Eindruck. Die Grün-Weißen verteidigten aufopferungsvoll und mit fairen Mitteln. Als sie nach 30 Minuten sogar in Führung gingen, rieben sich die zahlreichen Zuschauer verwundert die Augen. Zunächst hatte VfB-Keeper Sebastian Kischel zweimal gegen Kevin Hilcke gut pariert, im Nachsetzen traf aber Fabian Weber zum 1:0. Fünf Minuten später glich der Favorit nach einem Freistoß, den der FSV ins eigene Tor verlängerte, aus. Noch vor der Pause klärte Torwart Maik Stötzner in toller Manier gegen Fait Banser.

Beinahe wütend kehrte der VfB aus der Kabine zurück, Neuzugang Scheidler brachte schnell die Führung. FSV-Verstärkung René Harring glich nur 60 Sekunde danach aus. Ein Rau-Solo wurde mit dem 3:2 für Halberstadt belohnt. Trotz deutlicher Ballbesitzvorteile des VfB blieb es bis zur 72. Minute spannend. Ein weiteres Eigentor des FSV leitete schließlich die torreiche Schlussviertelstunde ein. Fitkau per Kopf sowie Krüger und Köhler sorgten in recht locker herausgespieler Art und Weise für den standesgemäßen Ausgang. Die Halberstädter hatten zum Schluss auch klare konditionelle Vorteile.

"Wir haben uns sehr gut verkauft, bis auf die letzten 15 Minuten kann man absolut zufrieden mit der Leistung sein", fasste Schröder aus Sicht des FSV Grün-Weiß zusammen.

Im Spiel um Platz drei hatten die Ilsenburger etwas Pech, als die TSG Bad Harzburg noch in der 89. Minute zum 4:3-Sieg traf. Das Endspiel entschied am frühen Sonntagabend Favorit Germania Halberstadt mit dem 3:2-Erfolg über Goslar für sich.

Halbfinale: FSV GW Ilsenburg - VfB Germania Halberstadt 2:7 (1:1); Torfolge: 1:0 Weber (30.), 1:1 am Ende (35. Eigentor), 1:2 Scheidler (48.), 2:2 Harring (49.), 2:3 Rau (53.), 2:4 Treziak (72. Eigentor), 2:5 Fitkau (74.), 2:6 Krüger (80.), 2:7 Köhler (89.)

Kleines Finale: FSV GW Ilsenburg - TSG Bad Harzburg 3:4 (2:2); Torfolge: 0:1, 3:3 Zellmer (10., 59.), 1:1 Mastalirsch (14.), 1:2 Schütte (21.), 2:2 Berndt (40.), 3:2 Hilcke (HE, 48.), 3:4 Göppert (89.);

FSV Grün-Weiß: Stötzner, Enigk, Reuß, am Ende, Ebert, Hentschel, Rittweger, Weber, E.Leßmann, Bräunel, Hilcke, Harring, Dreher, Maneke, Treziak, Mastalirsch;

VfB Germania: Kischel, Lenhard, Eckermann, Bäcker, Krüger, Eggert, Fitkau, Gröger, Schubert, Handke, Götz, Peters, Rau, Breitkopf, Schwarzenberg, Köhler, Heins, Kopp, Banser, Scheidler, Beck.