Osterwieck l Nach spannenden und über weite Strecken ausgeglichenen 90 Minuten behielt die Elf von Trainer Andreas Binder gegen den als Mitfavorit auf den Landesklasse-Staffelsieg gehandelten Quedlinburger SV mit 4:2 (2:0) die Oberhand.

Die auf Augenhöhe geführte Partie hätte auch einen anderen Verlauf nehmen können, hätte Eintracht-Keeper Malte Theuerkauf in der vierten Minute nicht eine Kopfballchance als Folge eines Ballverlustes von Mark Schröder hervorragend pariert. Stattdessen ging nur weitere drei Minuten später die Eintracht in Führung. Eine Freistoßeingabe von Tim Stingl köpfte Mark Schröder zur 1:0-Führung ein und machte damit seinen kurz zuvor begangenen Fehler wieder gut.

Theuerkauf verletzt sich

Kurz darauf musste die Heim­elf einen Rückschlag hinnehmen, Torwart Malte Theuerkauf zog sich beim Abschlag eine schwere Muskelverletzung zu. „Damit hat sich nach Marcus Koch in Schlanstedt binnen einer Woche der zweite Torwart verletzt. Auch diese bisher top besetzte Position passt sich somit der ohnehin angespannten Personallage an. Philipp Schulze hat seine Sache aber sehr gut gemacht“, lobte Trainer Andreas Binder.

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Treffer in der richtigen Phase

Die Quedlinburger mühten sich danach um den Ausgleich, waren vor allem nach Standardsituationen immer wieder gefährlich. Der nächste Treffer fiel aber wieder auf der anderen Seite. Als Kevin Bomeier in den Strafraum eindrang und zu Fall kam, zeigte Referee Oliver Backhaus unter Protesten der Gäste auf den Punkt. Mark Schröder ließ sich die Chance nicht nehmen und schnürte den Doppelpack zur 2:0-Pausenführung (35.).

Nach Wiederanpfif legten die Platzherren sofort nach, Kacper Przybylak drückte den Ball nach starkem Solo von Tim Stingl über die Linie (49.). Nur drei Minuten später hätte die Eintracht alles klar machen können, doch die Eingabe von David Wagner auf Przybylak war etwas zu ungenau. Stattdessen wurde es noch einmal eng, Christopher Kessler verkürzte mit sehenswertem Schlenzer auf 3:1 (54.). „Danach musste wir zwei, drei brenzlige Situationen überstehen, in dieser Phase war es auch eine Kopfsache. Mit dem vierten Tor war das Spiel dann gelaufen“, berichtet Andreas Binder. Erneut hieß der Torschütze Kacper Przybylak, mustergültig bedient von Kevin Bomeier (67.). Danach hatten beide Mannschaften noch vereinzelte Chancen, Nico Sterz verkürzte drei Minuten vor Ende per Kopf zum 4:2-Endstand.

„Die Mannschaft hat es gut gemacht, sehr gut gekämpft. Wie schon in der Vorwoche in Schlanstedt hätte das Spiel zu beiden Seiten kippen können, diesmal hatten wir das Glück auf unserer Seite. Der Erfolg war wichtig für das Selbstvertrauen, noch dazu bei unserer angespannen Personalsituation und gegen eine ambitionierte Mannschaft wie Quedlinburg“, war Andreas Binder mit dem Auftritt seiner Mannschaft rundum zufrieden.