Halberstadt l Ohne Risiko kein Spaß. Das Regionalligaspiel Germania Halberstadt gegen den Berliner AK (3:3) hatte etwas von diesem Leitspruch. Beide Teams spielten voll auf Sieg, vernachlässigten dabei mehrfach die Defensive.

Überschaubare erste Halbzeit

In der ersten Halbzeit ging es noch recht überschaubar zu, „dieses Kribbeln, diese Spannung“ (Zitat Trainer Andreas Petersen) kam dann stoßartig im zweiten Durchgang. Da hatten beiden Seiten den Respekt voreinander abgelegt. Germania Halberstadt wollte vor eigenem Publikum leidenschaftlich agieren, einen Heimsieg einfahren. Dafür reichte es knapp nicht, unzufrieden wird dennoch keiner der Fans im Rund gewesen sein.

„Was wir in der zweiten Halbzeit gegen eine Spitzenmannschaft gezeigt haben, das war schon á la bonne heure“, war Petersen stolz auf sein Team, wenngleich er gern drei Zähler verbucht hätte. „Wir hätten mehr als einen Punkt verdient gehabt. Was wir für Chancen liegengelassen haben, inklusive Elfmeter, das war schon heftig. Wir hatten die klar besseren und die Vielzahl an Möglichkeiten.“

Zu schnelle Gegentore kassiert

Kritisch betrachtete Petersen die Gegentreffer: „Die kamen jeweils viel zu schnell nach unserem Führungstreffer. Wir waren unkonzentriert bei zweiten Bällen und Standards.“ Er hob am Ende einmal mehr das Positive, wie die gute Körpersprache und die gute Ballzirkulation, hervor. Der 57-Jährige wusste auch, dass „diese Englischen Wochen gezehrt haben“. Und sie werden weiterhin Kräfte kosten. Schon am Mittwoch folgt bei der Hertha-Reserve die nächste schwere Aufgabe.

3:2-Schütze Patrik Twardzik wollte sich bei seinem Fehler, der dem 0:1 voraus ging, nicht aus der Verantwortung stehlen. „Das geht klar auf meine Kappe. Ich hatte in der zweiten Halbzeit also etwas gutzumachen. Das Team hat mir dabei geholfen.“ Auch er monierte, dass die Gegentreffer zum 2:2 und 3:3 viel zu schnell passierten. „Wenn wir das Ding nach einem 0:1 zur Pause drehen, dann sollten es schon drei Punkte werden. Da müssen wir hinten einfach besser stehen.“