Halberstadt l Für den VfB Germania gibt es am 28. Spieltag das Harzer Derby gegen den SV Wacker 90 Nordhausen. Anpfiff im Friedensstadion ist am Sonntag um 13.30 Uhr.

Harz-Derby mit besonderem Charakter

Dieses Duell genießt besonderen Charakter. Der Begriff „Derby“ ist oft mit Vorsicht zu genießen, wird er doch gern inflationär verwendet. Hier funktioniert es: Nordhausen liegt am Südrand des Harzes, Halberstadt am Nordrand – 60 Kilometer voneinander entfernt. Eine kürzere Anfahrt gibt es für beide Teams nicht.

VfB will den Bann brechen

Aus Sicht der Halberstädter gibt es jedoch einen Makel diesen Vergleich betreffend: Noch nie ist der VfB Germania als Sieger vom Rasen gegangen. Immerhin gab es bereits neun Vergleiche. Ein Drittel davon endete ohne Sieger, die anderen zwei Drittel sahen Nordhausen als Gewinner.

Es ging in den letzten Jahren immer knapp zu, Germania präsentierte sich gegen den SV Wacker meist hoch motiviert, spielstark und einsatzfreudig. Die Thüringer waren jeweils extrem gefordert. Den Unterschied machte zuweilen die individuelle Klasse. Das ist auch der große Gegensatz zum VfB Germania.

Während die Domstädter über den Teamspirit zum Erfolg kommen, profitiert der Tabellenvierte von der Erfahrung und der Klasse seiner namhaften Spieler. „Im Hinspiel war Wacker effektiver, wir haben unglücklich 0:1 verloren“, verdeutlicht VfB-Trainer Maximilan Dentz auch die Cleverness des Gegners. „Wie in den letzten Wochen wollen wir über unsere geschlossene Leistung zum Erfolg kommen, alles reinhauen, taktisch gut stehen.“

Tagesform ist entscheidend

Seit vier Partien hat der VfB kein Gegentor kassiert, um diese Statistik gegen den viertbesten Angriff und die beste Defensive der Liga auszubauen, braucht man einen guten Tag und darf die Gäste nicht ins Kombinieren kommen lassen. Dabei wird das Team auf Abwehrspieler Leon Heynke verzichten müssen (Gelb-Sperre). Für ihn rückt Tino Schulze ins Team. Auch Patrik Twardzik fehlt (verletzt). Wer hier zum Einsatz kommt, ließ der 30-Jährige noch offen.

Dentz freut sich auf die Begegnung: „Die Ausgangslage ist aus unserer Sicht gut, der Druck liegt doch bei Wacker. Wir haben in den vergangenen Partien auch bewiesen, dass wir Ausfälle kompensieren können. Wir streben den ersten Sieg gegen die Thüringer an.“