Berßel l  Beim 1:1 gegen Ligarivale BSG Chemie Leipzig im Rahmen der Sportwoche des TSV Berßel brachte ein später Handelfmeter die überzeugend auftretende König-Elf in letzter Minute um den Sieg.

Auf dem hervorragend hergerichteten, für Regionalliga-Verhältnisse aber dennoch etwas welligen und kleinen Platz, lieferten sich beide Mannschaften trotz der hohen Temperaturen ein intensives und temporeiches Duell. Die erste gute Gelegenheit war auf Seiten der Leipziger, Morgan Fassbender rutschte der Ball in aussichtsreicher Position über den „Schlappen“ (9.).

Germania griff auch aufgrund der Bedingungen immer wieder auf den langen Ball zurück und spekulierte auf zweite Bälle. Auch im Kombinationsspiel über Außen waren gute Ansätze zu erkennen, zunächst jedoch ohne große Torgefahr. Dies änderte sich in Minute 18, als Batikan Yilmaz gegen eine zögerliche Chemie-Abwehr energisch nachsetzte. Sein Heber fand zwar nicht den Weg ins Tor, doch beim Schuss wurde der Germania-Stürmer gefoult. Yilmaz konnte nach kurzer Behandlungspause weiter spielen, in der Zwischenzeit hatte Gino Dörnte bereits den fälligen Strafstoß zur 1:0-Führung verwandelt (19.). Im Anschluss hatte der VfB Germania durch Stefan Korsch und Batikan Yilmaz vielversprechende Möglichkeiten, die Führung bereits zur Pause erhöhen.

Chancenverwertung offenbarte Reserven

„Nach dem Seitenwechsel müssen wir dann Minimum noch drei Tore nachlegen, bevor das 1:1 fällt. Wir haben uns sehr gute Chancen aus dem Pressing heraus erarbeitet oder aus dem Umschaltverhalten beziehungsweise aus der Kombination von beidem“, lobte Danny König. Einzig die Effektivität offenbarte bei guten Möglichkeiten für Stefan Korsch, Benyas Solomon Junge-Abiol und Kimbyze-Kimby Januario in der Nachspielzeit wie schon zuletzt in Westerhausen Reserven. „Dazu kam, dass wir einige Angriffe nicht gut ausgespielt haben, was manchmal auch nicht so einfach war beim etwas welligen Platz“, ergänzte der Germania-Trainer.

„Im Gegenzug haben wir Chemie Leipzig recht wenige Chancen gewährt, bis auf eine Situation, in der unser Torwart gut reagiert“, sah Trainer Danny König seinen Schlussmann Florian Sowade bei der größten Leipziger Chance auf dem Posten. „Zum Schluss bekommen wir dann noch den Elfmeter gegen uns. Das ist schon ein bisschen schade, weil wir die ‚Null‘ stehen lassen wollten. Aber am Ende des Tages überwiegt das Positive“, zeigte sich VfB-Coach Danny König mit der Leistung seiner Elf zufrieden.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade - Grzega, Kuhnhold, Ambrosius, Twardzik - Korsch, Baudis, Vogt, Dörnte - Popowicz, Yilmaz (Junge-Abiol, Bretgeld, Löder, Lisowski, Musa, Januario, Ferchow);

BSG Chemie Leipzig: Bellot - Boltze, Karau, Halili, Wajer - Fassbender, Reinhard, Nikolajewski, Keßler - Mvibudulu, Luis (Latendresse-Lévesque, Wendschuh, B. Schmidt, Petracek, Wendt, Kirstein, F. Schmidt, Müller, Pannier, Surek);

Torfolge: 1:0 Gino Dörnte (21. Foulstrafstoß), 1:1 Pascal Pannier (90. Handstrafstoß);

Schiedsrichter: Johannes Schippke (Loitsche).