Halberstadt l In der Fußball-Regionalliga hat der VfB Germania Halberstadt den Schwung vom 2:2 gegen den ehemaligen Spitzenreiter Hertha BSC II kompensiert. Beim FC Rot-Weiß Erfurt setzte sich das Team am Freitagabend mit 1:0 durch.

Trainer Sven Körner änderte drei Positionen im Vergleich zum Remis gegen die Hertha. Zwei davon waren so nicht geplant: Fabian Wenzel war nach seiner Bänderverletzung vor einer Woche noch nicht wieder fit. „Ein Einsatz wäre nach der Einblutung zu früh gewesen, wenngleich die Verletzung zum Glück nicht so schlimm ist“, kommentierte Körner. Kapitän Tino Schulze erwischte es wenige Stunden vor Abfahrt mit einem Infekt, er hütete das Bett. Den Wechsel auf der Position 1 hatte Körner nach Rücksprache mit beiden Keepern getroffen. Das Pendel schlug für Florian Sowade aus, der damit seine Verletzung vom Spiel in Babelsberg Ende August voll auskuriert hat.

Anfangsphase gehört den Gastgebern

Die Anfangsphase im Steigerwaldstadion gehörte den Gastgebern, die mächtig Druck ausübten. Der VfB Germania, im bisherigen Saisonverlauf nicht unbedingt mit Fortuna im Bunde, sorgte nach einer Viertelstunde allerdings für lange Gesichter. Zumindest in den Gesichtern, die es mit den Rot-Weißen hielten.

Bei einem kurzen Abstoß von Keeper Jannick Theißen setzte Patrik Twardzik Abwehrspieler und Torwart unter Druck und erzwang einen Fehlpass. Das 1:0 für den VfB war die Belohnung.

Zweite Halbzeit wirkte Rot-Weiß zwingender

„Wir haben dann versucht, Erfurt permanent unter Stress zu setzen“, so Sven Körner zur weiteren Taktik, „das hat nicht immer geklappt“. Erfurt bespielte die Germania weiterhin, wirkte gut organisiert und strukturiert in seinen Spielzügen. Dennoch hätte der Gast nachlegen können, ein Freistoß mit top Flugbahn von Twardzik klatschte an die Querlatte.

Auch in der zweiten Halbzeit wirkte Rot-Weiß zwingender, ein Tor erzielten die Thüringer aber nicht. Das lag zum einen auch an Keeper Sowade. „Er hat uns im Spiel gehalten“, freute sich dessen Coach über den guten Einstand nach knapp zwei Monaten. Es war im weiteren Verlauf aber ein Verdienst der ganzen Halberstädter Mannschaft, die wie schon gegen Hertha BSC mit einer unglaublichen Leidenschaft antrat. Germania verteidigte, attackierte, stellte sich nicht hinten rein und überstand so manch schwierige Phase. Erfurt hatte gute Chancen, die Partie zumindest auszugleichen. „Wir hatten das erste Mal das Spielglück auf unserer Seite“, meinte Körner. Das konnte auch die späte Rote Karte (Pascal Schmedemann) nicht mehr schmälern.

Tor: 0:1 Patrik Twardzik (14.)