Halberstadt l Einen Dämpfer hat Germania Halberstadt hinnehmen müssen. Nach fünf Spielen ohne Niederlage kassierte der Gast aus dem Vorharz am Sonnabend bei Hertha BSC II eine 1:3-Niederlage. Gleichzeitig musste Keeper Fabian Guderitz nach zuvor fünf Begegnungen ohne Gegentor erstmals wieder hinter sich fassen.

Für Philipp Blume rückte Leon Heynke in die Startelf. Blume hatte sich gegen seinen Ex-Club Nordhausen das Außenband gerissen und fällt darum zunächst aus.

Gastgeber haben die Nase vorn

Der Gastgeber aus der Bundeshauptstadt zeigte von Beginn an, warum man Dritter in der Regionalliga Nordost ist. Spielerisch hatten die „Hertha-Bubis“ die Nase vorne. Gästekeeper Fabian Guderitz wurde so schon früh gefordert, hatte aber keine Probleme, an die bisher so guten Saisonleistungen anzuknüpfen.

Etwas überraschend fiel daher der Halberstädter Führungstreffer. Nach einer Ecke schaffte es Berlin nicht, das Leder entscheidend zu klären. Etwa einen Meter vor der Strafraumgrenze landete die Kugel bei Alexander Schmitt. Der traf den Ball nach einer Viertelstunde optimal und setzte ihn zum 0:1 in die Maschen.

Ausgleich nach 25 Minuten

War dieser Treffer bereits mehr als sehenswert, so verdiente sich der Ausgleich durch Florian Egerer nach 25 Minuten mindestens das gleiche Prädikat. Auch er kam bei rund 18 Metern an den Ball und jagte ihn wuchtig Richtung Tor. Dort prallte er von der Unterkante der Latte hinter die Linie.

Schon bei diesem Gegentreffer zeigte sich der VfB zu passiv. Noch deutlicher wurde dies beim 2:1 der Gastgeber. Gleich zwei Halberstädter gingen nicht aggressiv genug in den Zweikampf, allerdings war die Führung der Berliner technisch auch hervorragend vorbereitet (Will Siakam, 43.).

Herta erhöht den Druck

Auch nach dem Kabinengang war Hertha das aktivere Team, setzte den VfB meist in dessen Hälfte unter Druck. Mehrfach verlor Germania das Spielgerät im Aufbau. Das hatte zumindest noch einmal fatale Folgen, nämlich den dritten Gegentreffer. Nils Blumberg legte den Ball nach Querpass von Anthony Roczen an Guderitz vorbei zum 3:1-Endstand ins Tor (55.).

VfB-Trainer Maximilian Dentz hofft, dass sein Team diese Niederlage nicht zurückwirft. „Wenn du bei einer sehr guten Mannschaft führst, die Chance zum 2:0 hast, ist es ärgerlich. Die individuellen Fehler wurden prompt bestraft. Hertha hat immer im richtigen Moment getroffen.“

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Schulze (75. Kuhnhold), Heynke, Harant, Surek (82. Hübner), Schmitt, Boltze, Twardzik, Hofgärtner, Jäpel (62. Grzega), Blaser;

Torfolge: 0:1 Alexander Schmitt (14.), 1:1 Florian Egerer (25.), 2:1 Will Siakam (43.), 3:1 Nils Blumberg (55.);

Schiedsrichter: Matthias Lämmchen (Meuselwitz);

Zuschauer: 243