Halberstadt l Schnell wird mehr als deutlich: Der VfB Germania schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Gleichzeitig, beim Blick auf die Tabelle, darf aber auch (noch) Zuversicht herrschen, denn Optik Rathenow (17.) und der FSV Luckenwalde (16.) sind bisher nicht vollends einteilt. Bei der bisherigen Vorstellung bzw. der Punkteausbeute der Vorharzer darf man diesen Umstand durchaus als glücklich bezeichnen.

Im Nachhinein entpuppte sich auch die Trennung von Trainer Henri Fuchs, er war erst im Januar 2015 angetreten, als komplett wirkungslos. Der 45-Jährige war wohl einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort – mit der falschen Mannschaft. Denn auch unter Thomas Waldow, er löste Fuchs zunächst interimsweise ab, soll jetzt aber bis Sommer 2016 an der Seitenlinie das Sagen haben, änderte sich resultatsmäßig nichts. Zu oft enttäuschte die Mannschaft. Klar, es gab einige Partien, in denen der VfB eine starke erste Halbzeit zeigte, genauso oft folgte dann aber der Einbruch in Durchgang zwei oder nach einem Gegentreffer.

Die Verantwortung für die Ergebnisse trägt aber nicht allein das Team. Die sportliche Leitung um Stephan Grabinski hat ebenso ihren Anteil an der Misere. Grabinski hat den Kader zusammengestellt, er selbst hatte zum Ende der Hinrunde auch Fehler eingeräumt. Für die zweite Halbserie hat er dennoch versichert: „Ich bin keiner, der bei Misserfolg wegläuft, jetzt heißt es scharf nachdenken, wie wir aus dieser Situation rauskommen. Die schlechteste aller Lösungen wäre, sich gegenseitig kaputt zu reden. Das eigentliche Ziel Klassenerhalt muss weiter verfolgt werden.“

Rein personell hat sich beim VfB zum Beginn des neuen Jahres allerdings noch nicht viel geändert – mittel- bis langfristige Verstärkungen lassen auf sich warten. Sportchef Grabinski gab am vergangenen Wochenende lediglich bekannt, dass Tobias Friebertshäuser, der bislang zum Landesligakader in Halberstadt gehörte, „den Regionalligakader verstärken wird“. Dagegen stehen mit Francis Adomah und Philip Einsiedel zwei Abgänge fest. Mit beiden wurden Aufhebungsverträge vereinbart.

Die Zuschauer und Fans in und um Halberstadt hoffen auf die Kehrtwende mit Beginn der Rückrunde am 7. Februar beim BFC Dynamo.

Bis dahin bereit sich die Mannschaft mit Trainer Thomas Waldow auch in der Halle vor. Bereits am heutigen Dienstag geht es als Titelverteidiger zum Kroschke Cup nach Magdeburg (17 Uhr). Am Sonnabend folgt ein Turnier in Goslar.