Wernigerode l Germania Wernigerode hat am 19. Spieltag der Harzliga, Staffel 2, mit einem Sieg gegen Spitzenreiter FSV Reinstedt/Ermsleben aufgetrumpft. Auch der FSV Sarg­stedt feierte einen „Heimdreier“.

Germania Wernigerode II – FSV Reinstedt/Ermsleben 3:0 (3:0). Nach der Niederlage vor zwei Wochen gegen Westerhausen meldete sich die Germania-Reserve mit einem Ausrufungszeichen gegen den Tabellenführer zurück. Nach einigen Unstimmigkeiten in der Anfangsphase kamen die Rot-Weißen immer besser ins Spiel und hatten gute Chancen zur Führung.

Wernigerode geht in Front

Die größte vergab René Palmer, dessen Schuss nach schönem Zuspiel von Thomas Mandrella an die Latte klatschte (15.). Wenige Minuten später machte er es nach mustergültigem Angriff genauer. Die scharfe Eingabe von Björn Makswitat versenkte Palmer volley gegen den regungslosen Gästekeeper Hannes Harnisch.

Nur drei Minuten später konnte Martin Schade, der nach sieben Jahren Abstinenz sein Comeback gab, das Ergebnis erhöhen. Wieder war es Kapitän Björn Makswitat, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und ins Zentrum passte. Am langen Posten lauerte der Torjäger und drückte den Ball über die Linie. Nur neun Minuten später war erneut Martin Schade zur Stelle.

Dieses Mal überwand er den herausstürzenden Hannes Harnisch per Heber – es war sein 170. Treffer im Dress der Germania (!). Im zweiten Abschnitt ließ Wernigerode nichts mehr anbrennen. Reinstedt mühte sich zwar und erarbeiten sich auch einige Gelegenheiten, doch André Willner hatte seine Abwehr gut im Griff. Was dann mal auf’s Tor kam, wurde eine sichere Beute des fehlerlosen Aushilfstorhüters Ralf Wellmann.

Torfolge: 1:0 René Palmer (24.), 2:0, 3:0 Martin Schade (27., 36.); Schiedsrichter: Heinz Elter (Stiege); Zuschauer: 35.

FSV 1920 Sargstedt – SG Dankerode 3:1 (1:1). Mit drei Punkten hat sich Sarg­stedt etwas Luft im Tabellenkeller verschafft. Beide Teams begannen offensiv, die größeren Spielanteile lagen beim Gastgeber. Dominic Kosinski hatte die erste Chance, nachdem er Keeper Tristan Rückriemen schon umkurvt hatte, schoss er aus spitzem Winkel übers Tor (12.).

Strafstoß für Sargstedt

In der 25. Minute wurde Kosinski im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Alexander Laub sicher zum 1:0. Devin Beck und Janos Hielscher verpassten kurz darauf eine höhere Führung. Doch dann zogen sich die Gatsgeber etwas zurück, Dankerode fand besser ins Spiel. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Stefan Fricke, der den Ball mit der Hand gespielt hatte, geriet Sargstedt stark unter Druck. Kurz vor der Pause nutzte Torjäger Hendrik Kunert eine der sich bietenden Chancen zum Ausgleich (42.).

Nach Wiederanpfiff des guten Schiedsrichters Christian Kliefoth stellte das Heimteam um, die Unterzahl wurde durch das Auflösen des freien Abwehrmanns kompensiert. So konnte Sargstedter trotz Unterzahl druckvoll nach vorn spielen, nach schönem Flankenlauf von Devin Beck vollendete Thomas Lossow aus Nahdistanz zum 2:1 (54.).

FSV Sargstedt bekommt Sicherheit

Die erneute Führung gab den Sargstedtern die nötige Sicherheit, angetrieben von den Außenspielern Beck und Hielscher drängte der FSV auf die Entscheidung. Eine Viertelstunde vor Schluss war es erneut die Kombination Beck/Lossow, die für die Entscheidung sorgte. Diesmal zog Beck von der linken Seite in den Strafraum, sein Torschuss wurde am langen Pfosten von Lossow über die Linie gedrückt.

Die Gäste aus Dankerode warfen zwar nochmal alles nach vorn, doch die FSV-Abwehr verteidigte mit „Mann und Maus“. Als Max Grüning einen Strafstoß von Tristan Rückriemen nach Foul an Tino Schindler parierte (87.), war die Moral der Gäste gebrochen.

Torfolge: 1:0 Alexander Laub (25. Foulstrafstoß), 1:1 Hendrik Kuhnert (42.), 2:1, 3:1 Thomas Lossow (54., 76.); Schiedsrichter: Christian Kliefoth (Quedlinburg); Zuschauer: 15; Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Stefan Fricke (FSV Sargstedt, 35.).