Halberstadt l Aus dem Landkreis Harz sind fünf Mannschaften vertreten. Der Quedlinburger SV schaffte die Qualifikation als Landrat-Pokalsieger 2018 und bekommt es am Sonntag um 14 Uhr mit Verbandsligist Union 1861 Schönebeck zu tun. Außerdem ist der FC Einheit Wernigerode dabei, der sich in der Ausscheidungsrunde beim MSV Börde durchsetzte. Am Sonnabend geht es um 15 Uhr zum Landesliga-Aufsteiger SV Schwarz-Gelb Bernburg. Zur gleichen Zeit erfolgt der Anstoß im Blankenburger Sportforum. Landesliga-Aufsteiger BFV genießt als einzige Harzer Mannschaft Heimrecht und begrüßt Verbandsligist SV Dessau 05. Trainer André Dzial weiß um die Außenseiterrolle. „Gegen einen sehr, sehr guten Gegner werden wir versuchen eine Runde weiter zu kommen. Dass das schwer wird steht außer Frage. Wir wollen aus einer geordneten Defensive aggressiv gegen den Ball auftreten und dabei die Partie so lange wie möglich offen halten.“

In der Rolle des Favoriten ist Verbandsliga-Neuling SV 1890 Westerhausen. Ebenfalls am Sonnabend um 15 Uhr geht es in der Landeshauptstadt los. Der SVW ist zu Gast beim Landesklasse-Vertreter SSV Besiegdas 03 Magdeburg.

Germania ist gewarnt

Das höchstklassigste Team, der VfB Germania Halberstadt, ist schon am Freitagabend dran. Die Partie beim Landesligisten Warnau wird heute um 18 Uhr angepfiffen. Trotz der drei Ligen Unterschied, es ist Vorsicht geboten: Die Kicker des Gastgebers freuen sich auf diese Herausforderung. Die Warnauer wollen kräftig dagegen halten. Wie zuletzt schon mehrfach geschehen, werden etatmäßige Angreifer auf anderen Positionen aktiv sein. Der beste SSV-Torschütze der letzten Saison, Kevin Schmock, zum Beispiel wird aller Voraussicht nach auf eine Innendeckerposition zu finden sein. Warum? „Kevin hat beim Auswärtsspiel in Staßfurt notgedrungen in der Abwehr gespielt und seine Sache sehr gut gemacht. Er ist eine sehr gute Alternative auf dieser Position“, weiß sein Mitspieler Stefan Schulz.

Warnaus Heimstärke

Zwar werden nur wenige Zuschauer aus Halberstadt erwartet, doch angesichts der attraktiven Aufgabe, ist von einem noch größeren Interesse als bei den Punktspielen auszugehen. Bei normalen Partien im Spielbetrieb säumen meist mehr als 100 Fans den Sportplatz. Von dieser speziellen Atmosphäre weiß auch VfB-Coach Maximilian Dentz. „Wir wissen, dass es ein kleiner und enger Platz ist, die Zuschauer für eine gewisse Heimstärke sorgen und der Verein über gute Stürmer verfügt. Auch darum nehmen wir den Gegner ernst, ich werde nicht rotieren, aber ein, zwei Änderungen vornehmen.“ Das Ziel für die Germania ist gesetzt: „Die nächste Runde“, so Dentz, der den Gegner zuvor beobachten ließ. „Auch wenn es eine Pflichtaufgabe ist, wie in der Liga müssen wir um jeden Punkt hart kämpfen. Wir möchten dokumentieren, dass wir als Regionalligamannschaft im Pokal etwas erreichen wollen. Es wäre vermessen gleich vom Endspiel zu reden, es soll aber möglichst weit gehen.“

Im Tor wird erneut Till Brinkmann stehen. Trainer Dentz dazu: „Ich habe zwei Torhüter auf Augenhöhe und möchte weiter den Konkurrenzkampf aufrecht halten. Damit beide Spielpraxis bekommen, haben wir schon seit längerem festgelegt, dass beide zunächst drei Begegnungen spielen. Deswegen bekommt Till gegen Warnau und danach in Altglienicke die Chance. Nach den ersten sechs Pflichtspielen schauen wir, ob wir diesen Rhythmus beibehalten oder ob einer der beiden klar die Nase vorne hat.“