Halberstadt l  Gegen den VfL Halle 96 hieß es am Ende 3:6. Nach vier Auswärtseinsätzen, durften die A-Junioren endlich vor heimischer Kulisse im Friedensstadion ihr erstes Heimspiel bestreiten. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Mannschaften besaßen ähnliche Spielanteile, nennenswerte Chancen gab es jedoch zunächst keine.

Mit der ersten Chance war es aber Piran Khalid, der den VfL aus Halle in Führung bringen konnte (23.). Drei Minuten später traf erneut Khalid, der hier aus 18 Metern das Spielgerät versenken konnte. „Unser Team wirkte zunächst geschockt, aber schnell kam man zum Matchplan zurück“, beschrieb Trainer Florian Köhler. Kevin Doci verwandelte im Nachsetzen eines Eckballs zum 1:2-Anschluss. Mit neuer Hoffnung versuchte der VfB nun mutiger nach vorne zu spielen.

Spektakel auch in der zweiten Halbzeit

Dies wurde durch Jannis Lisowski, nach schöner Einzelleistung über rechts, in der 39. Minute zum 2:2-Ausgleich belohnt. Allerdings ließ die erneute Führung für den VfL Halle nicht lange auf sich warten. Wie aus dem Nichts verwertete Max Matthias Kowalski eine flache Hereingabe von rechts, die die ganze Viererkette passierte, am zweiten Pfosten (42.). Nach der Halbzeitpause folgte der nächste Rückschlag. Piran Khalid stellte mit einem satten Distanzschuss aus 35 Metern und der ersten Aktion der Hallenser in dieser Halbzeit den 2-Tore-Vorsprung wieder her und schnürte so einen Dreierpack.

Die Germanen verloren trotzdem nie den Glauben, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Man setzte den Gegner nun konsequent unter Druck. Der VfL Halle hatte viel damit zu tun, sich aus dem Gefahrenbereich zu befreien. Einmal gelang es den Gästen jedoch nicht konsequent genug, wieder war es Liswoski im Zusammenspiel mit Doci, der zum 3:4 in der 62. Minute verkürzte.

Nun wollte die Germania unbedingt eine Niederlage verhindern. Bei zahlreichen Angriffszügen fehlte aber entweder der nötige Abnehmer oder das Quäntchen Glück. Zum Bedauern der Gastgeber übersah das sonst gute Schiedsrichtergespann um Nick Kahlert in der hitzigen Phase ein klares Handspiel im Strafraum.

Kowalski setzt Schlusspunkt

Der VfB war drauf und dran, den Ausgleichstreffer zu erzielen und warf alles nach vorne. Mit aufgerücktem Torhüter war es dann aber Max Kowalski, der für die Entscheidung sorgte (88.). Den Schlusspunkt zum 3:6-Endstand setzte in der Nachspielzeit Benjamin Budimir.

Ein unschöner Zwischenfall ereignete sich in der 70. Minute, als Jonas Meyer vom VfL bei einem Klärungsversuch mit einem Halberstädter zusammenrauschte. Für Meyer ging es nicht mehr weiter, denn dieser musste sofort ins Krankenhaus. „Wir wünschen von hier aus gute Besserung“, so das gesamte Germania-Team.

Das Fazit von Trainer Köhler: „Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht so ganz wieder. Die Jungs vom VfL kamen mit so gut wie jeder Torchance zum Torerfolg, waren extrem effektiv und bei uns fehlte wie so oft das nötige Glück und die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.“

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Maletzke - Walz, Pannhausen, Gampe (46. Mona), Hartmann, Liese (50. Allner), Lisowski, Dani, Grund, Doci, Hartung (56. Schmitz);

Torfolge: 0:1, 0:2 Piran Khalid (23., 26.), 1:2 Kevin Doci (34.), 2:2 Jannis Lisowski (39.), 2:3 Max Matthias Kowalski (42.), 2:4 Piran Khalid (48.), 3:4 Jannis Lisowski (61.), 3:5 Max Matthias Kowalski (88.), 3:6 Benjamin Budimir (90.+4);

Schiedsrichter: Nick Kahlert (Schlanstedt);

Zuschauer: 23.