Halberstadt l „Der nächste bitte“ heißt es für die Fußballer vom VfB Germania Halberstadt am Sonntag, wenn es um die Duelle mit den Spitzenteams der Regionalliga Nordost geht. Eine Woche nach dem Gastspiel beim Spitzenreiter Chemnitzer FC geht es nun im heimischen Friedensstadion gegen den Berliner AK 07, seines Zeichens Tabellenzweiter.

Germania vor großer Herausforderung

Obwohl der Chemnitzer FC die Liga mit einem überlegenen Vorsprung von elf Punkten anführt, sieht Halberstadts Trainer Maximilian Dentz die Hauptstädter in fußballerischer Hinsicht im Vorteil. „Die Berliner verfügen ebenso wie die Chemnitzer über eine sehr gute Mannschaft, für mich sind sie fußballerisch sogar noch etwas stärker. Der CFC kommt mit viel Wucht seiner Stürmer, der BAK ist, was die individuelle fußballerische Klasse betrifft, noch etwas besser aufgestellt. Sie haben mit Abu Bakarr Kargbo auch einen wuchtigen Stürmer, dazu zwei schnelle, gefährliche Außenspieler. Es wird auf jeden Fall eine schwierige Aufgabe“, lobt Max Dentz den Tabellenzweiten.

Dass seine Elf nicht chancenlos ist, hat das Hinspiel gezeigt. Bis in die Schlussphase hinein lagen die Halberstädter mit 0:1 in Rückstand, ließen zwei, drei gute Chancen aus und bekamen ein reguläres Tor nicht anerkannt. Nach einer Roten Karte mussten die Harzer dann alles riskieren und kassierten noch zwei weitere Gegentreffer.

Einsatz von Philipp Blume fraglich

„Für uns ist es ein Bonusspiel. Jede Partie fängt bei Null an, beim Anpfiff des Schiedsrichters haben wir erstmal einen Punkt, den wir verteidigen wollen. Wir wissen, dass wir dazu einen guten Tag brauchen und wieder viel passen muss. In Chemnitz hatten wir eine Bilanz von 1:7-Freistößen, keine Fifty-Fifty-Situation wurde für uns entschieden. So etwas braucht man aber in solch einem Spiel. Wir gehen positiv in die Partie, können die Aufgabe aber ganz klar einordnen“, betont der Germania-Coach noch einmal die klare Favoritenrolle des Berliner AK.

Personell hat das Trainerteam weiter die Qual der Wahl, einzig der Einsatz von Philipp Blume ist fraglich. „Er hat beim Spiel in Chemnitz eine falsche Bewegung gemacht und steht wegen muskulärer Probleme als einziger Spieler nicht im Mannschaftstraining. Im Hinblick auf die bevorstehenden Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe wollen wir natürlich kein Risiko eingehen“, wartet Maximilian Dentz aber noch die letzten Trainingseinheiten ab.

Offen ist auch noch, wer dem 18er Kader angehört. „Wir haben einen Matchplan und entscheiden anhand der Trainingseindrücke und der Gegner Woche für Woche, wer im Kader steht. Dafür wollten wir so einen großen Kader haben“, erklärt der VfB-Trainer.