Halberstadt l Die Mannschaft von Trainer Maximilian Dentz gastiert am Sonntag ab 13.30 Uhr beim Spitzenreiter Chemnitzer FC, der bei einem Vorsprung von elf Punkten mit großen Schritten der Rückkehr in die 3. Liga entgegen strebt.

Nur zwei Saison­niederlagen, den besten Angriff und die wenigsten Gegentore der Regionalliga – das Team von Andreas Bergner marschiert unaufhaltsam dem direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga entgegen. Auch die Rückrundentabelle führen die Chemnitzer FC an, obwohl sie erst drei Spiele absolviert haben – allesamt siegreich. Nach der Winterpause konnten die Sachsen erst eine Begegnung austragen, gegen den FC Rot-Weiß Erfurt gab es daheim einen 2:0-Sieg.

Germania-Elf in der Außenseiterrolle

Den Chemnitzern dicht auf den Fersen, zumindest was die Rückrundentabelle betrifft, ist der VfB Germania Halberstadt. Vier Punktspiele in Folge sind die Nordharzer unbesiegt, haben sich als aktuell drittbestes Team der zweiten Halbserie auf Rang sieben des dicht gedrängten Tabellenmittelfeldes vorgearbeitet.

Im Stadion an der Gellertstraße sind die Halberstädter dennoch in der Außenseiterrolle, auch wenn das Hinspiel gezeigt hat, dass die junge Germania-Elf nicht chancenlos ist. „Mit zwei dummen Toren haben wuir das Spiel aus der Hand gegeben,“ erinnert sich Trainer Maximilian Dentz. Nach einer 2:1-Führung hatte Toptorjäger Daniel Frahn das Spiel mit einem Hattrick gedreht, die entscheidenden beiden Tore hatten die Halberstädter nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl kassiert.

Mit Fortuna im Bunde

„Wir müssen schon einen Sahnetag erwischen und Chemnitz einen nicht so guten. Natürlich fahren wir mit der Prämisse nach Chemnitz, etwas mitnehmen zu wollen, aber in Normalform hat der Gegner eine Mannschaft, die zwei Ligen höher einzustufen ist“, schätzt Max Dentz die Ausgangslage realistisch ein. „Aus einer defensiven Grundordnung werden wir es vermehrt über schnelles Umschaltspiel versuchen, dazu benötigen wir gegen eine Mannschaft wie Chemnitz natürlich auch das nötige Spielglück.

Mit ihrer Klasse werden sie auf jeden Fall zu Torchancen kommen, dann muss ein Ball auch mal knapp vorbei gehen oder der Torwart einen guten Tag erwischen. In diesem Punkt bin ich zuversichtlich, Fabian Guderitz ist gefestigt aus der Wimterpause gekommen und rechtfertigt Woche für Woche seine Nominierung als Nummer eins“, lobt Maximilian Dentz seinen Schlussmann.

Guderitz mit eigener Leistung zufrieden

Fabian Guderitz selbst sieht seine Leistung als „Lohn für die harte Arbeit, die wir die ganze Saison über und in der Winterpause geleistet haben. Das ist nicht nur ein Verdienst eines Einzelnen, sondern des gesamten Teams der Torhüter“, schätzt das 22-jährige Eigengewächs ein. „Ich denke zwei Gegentore in drei Spielen nach der Winterpause sind Ok, grobere Fehler gab es die gesamte Saison über nicht“, so Guderitz.

Auch vor der zu erwartetenden Kulisse ist dem Germania-Torhüter nicht bange. „Wir haben in Erfurt bewiesen, dass wir auch im großen Stadion und gegen hochkarätige Gegner bestehen können. Darauf hoffen wir auch am Sonntag in Chenitz“, zeigt sich Fabian Guderitz zuversichtlich.

Personell kann der Germania-Coach aus dem Vollen schöpfen, alle Spieler sind fit. „Wir werden mit dem 18-Mann-Kader nach Chemnitz reisen, die übrigen Spieler sollen in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln“, so Dentz.