Halberstadt l Der 15. Spieltag in der Regionalliga bietet aus Sicht des VfB Germania Halberstadt eine interessante Randgeschichte. Das Duell beim FC Viktoria 1889 Berlin ist auch das Duell Vater gegen Sohn.

Duell Vater gegen Sohn

Bei den Gastgebern trägt seit 1. Juli Jörg Goslar die Verantwortung als Cheftrainer. Mit seinem Team, aktuell Tabellenachter und nur einen Punkt vor der Germania, empfängt er am heutigen Sonnabend (Anstoß: 13.30 Uhr) die Vorharzer im Stadion Lichterfelde. Bei den Gästen freut sich Sohn Marcel auf dieses Duell. Der Co-Trainer der Domstädter, der gleichzeitig auch zum Spielerkader gehört, will sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen und heute mit auflaufen. Letztmals stand er vor sechs Wochen für den VfB auf dem Platz. Beim Sieg in Leipzig (1:0) wurde er nach einer Stunde eingewechselt. Heute soll es von Beginn an sein.

Neben Goslar rotieren auch Philipp Blume (nach abgegoltener Gelb-Sperre), Nedim Pepic und Stephane Dieupeugbeu in die Startelf. Trainer Max Dentz: „Philipp ist eine der Säulen in unserem Spiel und konnte das eine Spiel Pause auch zur Regeneration nutzen.“ Pepic und Dieupeugbeu sollen frischen Wind rein bringen und für Entlastung der Mitspieler sorgen. „Beide brennen auf einen Einsatz“, freut sich der 29-Jährige. Wer für sie draußen bleiben wird, das will Dentz nach dem Abschlusstraining und persönlichen Gesprächen entscheiden. Kay Michel wird zwar weiterhin verletzt fehlen, der Mittelfeldspieler hatte aber Glück im Unglück. Statt des befürchteten Bündelriss, plagt ihn „nur“ ein Muskelfaserriss. Damit könnte er in 14 Tagen schon wieder fit sein.

Germania mit positiver Bilanz

Bei einem Auswärtssieg würde die Bilanz zwischen den beiden Kontrahenten weiter im Sinne der Gäste bleiben. Drei Siege für die Halberstädter und zwei Siege für die Berliner, bei drei Remis sind hier notiert. Interessant: Von den bisherigen vier Auftritten im Stadion Lichterfelde hat Germania zwei gewonnen, einmal unentschieden gespielt und nur das erste Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Klubs in der Hauptstadt im Februar 2014 mit 1:2 verloren. An den 4:1-Erfolg der Vorsaison im März dieses Jahres kann sich Trainer Max Dentz noch gut erinnern. „Da waren wir individuell natürlich noch stärker besetzt, sind aber sehr effektiv aufgetreten. Nach dem souveränen 2:0-Erfolg in der Hinrunde in Halberstadt hatten uns die Berliner denke ich da unterschätzt.“

Dentz, der nach dem Einzug ins FSA-Pokal-Viertelfinale und der bisher guten Saison sehr zufrieden mit dem Erreichten ist, hebt vor dem Auswärtsspiel bewusst den Zeigefinger. „Wir kriechen nach einer weiteren Englischen Woche quasi auf dem Zahnfleisch. Viktoria geht ausgeruht in die Partie. Wir müssen mit unseren Kräften haushalten und wollen schauen, was die Beine und das Herz hergeben. Wir können die intensiven letzten Tage natürlich veredeln.“ Den Gastgeber sieht er individuell gut bestückt, vom Kader her bisher hinter den Möglichkeiten. „Sie werden es spielerisch über das Zentrum versuchen, hier wollen wir kompakt stehen und es dem Gegner schwer machen.“