Langlingen l Der VfB Germania Halberstadt hat den ersten Härtetest der Saisonvorbereitung mit Bravour bestanden. Im Duell zweier Regionalligisten erkämpften die Nordharzer gegen die U21 vom Hamburger SV ein hochverdientes 1:1-Unentschieden.

Vizemeister der Regionalliga Nord

Nach zwei Kantersiegen bei den Kreisoberligisten TSV Brettin/Rosdorf (22:1) und Askania Ballenstedt (16:0) gab es am Mittwoch die erste Standortbestimmung für das „umgekrempelte“ Germania-Team. Mit der U21 des Hamburger SV wartete kein geringer als der Vizemeister der Regionalliga Nord der abgelaufenen Saison auf die Elf vom Maximilian Dentz.

Der neue Germania-Coach hatte seine Mannschaft hevorragend auf den Gegner eingestellt, in einem 4-4-2 überließen sie dem Gegner mehr Spielanteile und schalteten bei Ballgewinnen blitzschnell um. Eine konzentrierte Defensivarbeit war Garant dafür, dass die Hanseaten kaum zu Abschlussaktionen kamen.

Schnelle Tempogegenstöße

Die Halberstädter ihrerseits drangen mit ihren schnellen Tempogegenstößen immer wieder gefährlich ins Angriffsdrittel vor, jedoch fehlte dem finalen Pass immer wieder die nötige Präzision. Die besten Möglichkeiten für den VfB Germania hatten Marcel Goslar, der aus spitzem Winkel über die Querlatte schoss, und Hendrik Hofgärtner, der im letzten Moment von der Hamburger Abwehr geblockt wurde.

Auch nach Wiederanpfiff setzte sich das Spiel nach gleichem Muster fort. Die U21 vom Hamburger SV hatte mehr Ballbesitz, konnte diesen aber nicht in torgefährliche Aktionen ummünzen. Das schnelle Umkehrspiel der Halberstädter blieb auch durch die Hereinnahme zahlreicher junger, unbeschwert aufspielender Offensivkräfte unberechenbar.

Germania Halberstadt geht in Front

Eine Doppelchance für die Halberstädter, erst traf Dustin Messing den Pfosten, der anschließende Schuss von Alexander Schmitt wurde zur Ecke geklärt, war Ausgangspunkt zur verdienten Führung. Den daraus resultierenden Eckball vollendete der noch beim TeBe Berlin geführte Alexander Schmitt am langen Pfosten volley zum 1:0 und betrieb damit Werbung in eigener Sache (65.).

Die Führung hielt aber nur acht Minuten, ein berechtigter Foulstrafstoß verhalf den Hamburgern zum Ausgleich. Jonas Vetterlein kam beim Klärungsversuch etwas zu spät und traf den Gegenspieler, den fälligen Elfmeter verwandelten die Hamburger zum 1:1.

Chancen zum Sieg nicht genutzt

In den letzten drei Minuten hatte der VfB Germania, der neben den bereits vermeldeten Leon Heynke, Jonas Vetterlein, Nedim Pepic, Dennis Rothenstein und Dean Justin Müller mit Lukas Surek (1. FC Köln U23), Hendrik Kuhnhold, Jan Hübner und Stefan Korsch (alle 1. FC Magdeburg) vier weitere Neuzugänge aufbot, drei Riesenchancen, den Platz als Sieger zu verlassen.

„In diesen Szenen fehlte uns noch der Killerinstinkt, um uns mit einem Sieg für die gute Leistung zu belohnen“, sah Trainer Dentz die fehlende Kaltschnäuzigkeit als einzigen Kritikpunkt. Erst scheiterte Dean Justin Müller am HSV-Keeper. Bei den nächsten Angriffen zielte Stephane Dieupeugbeu, den die Halberstädter vom TSC Vahdet Braunschweig verpflichten wollen, knapp vorbei und wurde durch ein taktisches Foul gestoppt.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Vorstellung, die Jungs haben den Plan super umgesetzt, trotz der 33 Grad. Gegen einen spielstarken Gegner haben wir im System defensiv sehr gut gestanden und schnell umgeschalten. Mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren sind wir quasi auch eine U23, aber das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Nun gilt es am Freitag gegen Norderstedt an diese Leistung anzuknüpfen und den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen“, so Dentz.

Probespieler wird getestet

Neben Alexander Schmitt wird in den beiden Wochenendpartien in Osterwieck gegen Norderstedt und tags darauf beim VfL Bienrode mit Tim Mannek (SC Paderborn) ein weiterer Probespieler getestet. „Wir sind in der Offensive noch auf der Suche nach Verstärkung, das Wochenende wird zeigen, ob wir einen dieser beiden Spieler verpflichten werden“, so Trainer Maximilian Dentz vor dem anstehenden Testspiel-Doppelpack.

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze, Blume, Heynke, Schulze - Goslar, Hofgärtner, Vargas, Michel - N. Hübner, Rothenstein (Surek, Kuhnhold, Vetterlein, N. Pepic, Messing, Schmitt, J. Hübner, Korsch, Müller, Dieupeugbeu);

Torfolge: 0:1 Alexander Schmitt (65.), 1:1 (73. Foulstrafstoß); Schiedsrichter: Mario Birnstiel; Zuschauer: 100.