Halberstadt l In der von Präsident Erik Hartmann zur Jahreshauptversammlung angekündigten Neuausrichtung des VfB Germania Halberstadt sahen viele Außenstehende den Regionalliga-Fußball in Gefahr, im Pressegespräch bezogen Vereinsführung und sportliche Leitung klar Stellung – für die Regionalliga und für den eigenen Nachwuchs. So ist es eines der Hauptanliegen der Vereinsführung, den eigenen Nachwuchs stärker in den Fokus der Männermannschaften des Vereins zu rücken.

Das Einbinden von eigenen Talenten soll auch im Trainingsprozess des Regionalliga-Kaders erfolgen, um diese weiter zu entwickeln und zu fördern. Das Ziel, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft des Vereins zu integrieren, ist fester Bestandteil des neuen Konzepts. Die Wiederbelebung der zweiten Mannschaft ist dafür ein wichtiges Bindeglied.

Lob für Geschäftsführer

Der langjährige Vereinschef Olaf Herbst lobte in diesem Zusammenhang Dominik Tronnier, Geschäftsführer der Germania Halberstadt GmbH. „Er hat gute Ideen, das habe ich schnell gespürt“. Ob Patenschaften bei den Jugendteams des eigenen Vereins oder das Projekt der Halberstadtwerke in den Schulen und Vereinen - die Spieler des aktuellen Regionalliga-Teams versprühen im Verein eine „Aura, wie es sie lange nicht im Umfeld des Vereins gab“, formulierte es Bernd Waldow, Stadionsprecher und Moderator des Pressegesprächs.

Laut Vereinspräsident Erik Hartmann seien die ersten Schritte auf den neuen Weg schon unter der Führung von Olaf Herbst eingeleitet. „Es läuft ja wie bisher, unsere Aufgabe ist es, mit neuen Ideen und über einzelne Drehschrauben das System Regionalliga dauerhaft halten zu können“, so Hartmann. „Wir sind schon seit Saisonbeginn dabei, ein Konzept zu erstellen, in dem wir weiter wettbewerbsfähig sind. Damit wir hinkommen zu einem Mix aus Profiteam mit der Ausrichtung als Jugendverein aus den eigenen Reihen“, so Dominik Tronnier.

Marke positionieren

Tronnier sieht es, ebenso wie der Trainer und zukünftige sportliche Leiter Andreas Petersen, als eine der Hauptaufgaben, die „Marke Germania Halberstadt nachhaltig in der Region zu positionieren. Wir müssen die sportlichen Erfolge noch mehr in die Stadt und Region transportieren. Wir müssen den Spielern ein Gesicht geben, es sind tolle Persönlichkeiten vorhanden“, so der Geschäftsführer.

Coach Andreas Petersen bestätigte noch einmal, dass die Mannschaft in den letzten beiden Jahren tolles erreicht habe. „Aber wir müssen eine große mediale Begeisterung entfachen, um die Aufbruchstimmung im Team zu übertragen“, bedauert er die in Anbetracht der abgelieferten Leistungen enttäuschenden Zuschauerzahlen. Als sportlicher Leiter werden zukünftig auch die Sponsoren und das Marketing zu seinen Aufgabenfeldern gehören.

Auch in puncto Kaderplanung sei der Verein für die neue Saison schon aktiv, neben dem bereits feststehenden Abgang Patrik Twarzdik, der zum BFC Dynamo wechselt „haben auch andere Spieler mit ihren guten Leistungen Begehrlichkeiten geweckt“, so Petersen.