Halberstadt l Zu Gast im Friedensstadion ist die BSG Chemie Leipzig. Anstoß ist am Mittwoch um 19 Uhr. Das 1:1 des VfB in Auerbach am letzten Wochenende verfolgte Kapitän Patrik Twardzik per Livestream von Zuhause aus. Der 27-Jährige fehlte seiner Elf aufgrund einer Sperre nach Gelb-Rot. Heute Abend wird er die Mannschaft wieder auf das Spielfeld führen.

Er sah eine Steigerung seiner Teamkameraden im zweiten Abschnitt. „Als wir auf 4-4-2 umgestellt haben, lief es besser. Wobei die Umstellung ja verletzungsbedingt nötig war. Inzwischen sind es einige Ausfälle, vor allem im Defensivbereich.“ Umso wichtiger ist es darum, dass mit dem Routinier die geballte Regionalliga-Erfahrung des VfB Germania gegen den Tabellendritten zurückkehrt. Mit der Mannschaft strebt er „definitiv einen Sieg aus den kommenden zwei Begegnungen“ an.

König fordert mehr Zielstrebigkeit

Kritisch blickt er auf die letzten Partien des VfB zurück. „Dass wir nicht schon eines der letzten drei Spiele gewonnen haben, haben wir uns selbst eingebrockt. Denn die Gegentore waren ja zumeist gefühlte Eigentore. Ab sofort müssen wir konsequenter vorgehen, dann gibt es auch mehr Punkte.“ Defensiv gibt es aber auch Positives, denn mit 15 Gegentreffern insgesamt in dieser Saison steht Halberstadt in der Liga ganz gut da. „Wenigstens sind wir da schon stabil. So können wir uns grundsätzlich auf andere Dinge – wie den verbesserungswürdigen Angriff – fokussieren.“

Die BSG kommt mit viel Selbstvertrauen in den Vorharz, bereits sechs Siege haben die Leutzscher verbucht, zuletzt drei in Serie. Twardzik weiß: „Wir sind immer der Außenseiter bei solchen Spielen. Trotzdem wollen wir endlich einen Heimsieg holen, das sind wir auch den Zuschauern schuldig, die immer da sind und uns unterstützen.“ Die Bilanz des VfB gegen Leipzig ist positiv, denn einem Sieg stehen fünf Remis gegenüber. Zu gern würden Twardzik und Co. diese Serie fortführen. „In der Vorbereitung haben wir schon gegen die BSG gespielt“, schaut der Mittelfeldspieler auf das 1:1 Anfang August zurück. „Die Leipziger haben da keinen besonderen Fußball gespielt“. Seine Zuversicht nimmt Twardzik auch aus der guten Stimmung im Team. „Auch nach den verlorenen Spielen war die Stimmung nie negativ. Wir wollten immer aus den Fehlern lernen und man sieht auch, dass wir das geschafft haben. Darum wollen wir auch wieder gegen Chemie Vollgas geben.“