Halberstadt l Nach zuvor fünf Siegen unterlag die Mannschaft von Trainer Sven Körner dem Ligarivalen ZFC Meuselwitz mit 0:1.

Mit dem Staffelkontrahenten aus der Regionalliga Nordost hatte sich der VfB Germania einen echten Gradmesser für die Generalprobe eingeladen. Die Punktspiele hatten beide Teams schon im alten Jahr absolviert, einem 2:2 im Friedenstadion ließen die Halberstädter zum Rückrundenbeginn ein 0:2 in Meuselwitz folgen.

Schockmomente in der Anfangsphase

Spiel drei begann mit einer Schrecksekunde: Dennis Blaser und Johannes Weiß stießen im Luftduell mit den Köpfen zusammen. Während es für den Germania-Stürmer nach einer Behandlungspause weiter ging, musste der Meuselwitzer mit einer schweren Gesichtsverletzung vom Feld. Kurz darauf traf es auch die Halberstädter, Justin Bretgeld musste nach einer Viertelstunde verletzt ausscheiden.

Beide Teams waren nach diesem Schockmoment um Struktur bemüht, legten das Hauptaugenmerk dabei auf eine stabile Defensive. Die Germanen hatten zwar mehr Ballbesitz, Meuselwitz verschob seine Ketten im 4-4-2 sehr diszipliniert und machte die Räume eng. Germania versuchte über Außen immer wieder Impulse zu setzen, tat sich aber schwer, nennenswerte Chancen zu kreieren. Auf der Gegenseite spielten die Meuselwitzer ihre Konter zu unpräzise, auch Keeper Florian Sowade musste kaum ernsthaft eingreifen.

Viele Wechsel nach der Pause

In der Pause wechselten beide Teams ordentlich durch, beim VfB Germania kamen mit Kamil Popowicz und Benyas Solomon Junge-Abiol zwei weitere Winter-Neuzugänge zum Einsatz. Den besseren Start erwischten die Meuselwitzer. Nach einem Fehler im Aufbauspiel spielte der ZFC einen Konter mustergültig aus und Luca Bürger traf fünf Minuten nach Wiederanpfiff zur Gästeführung. Halberstadt zeigte sich in der Folge zwar um den Ausgleich bemüht, kam aber trotz größerer Spielanteile kaum gefährlich vor das Meuselwitzer Tor. Der eingewechselte Nico Hübner war mit einigen Einzelaktionen über die rechte Seite noch der auffälligste Akteur, alles in allem kam die Germania aber kaum gefährlich vor‘s Tor.

„Wir haben eine gute Spielanlage, kommen gut vom Aufbau- ins Übergangsspiel. Wir müssen das Passtempo aber noch erhöhen, um den Gegner im letzten Drittel in Bedrängnis zu bringen und sauber zum Abschluss zu kommen. Bei gegnerischem Ballbesitz müssen wir noch griffiger sein, um schneller in Ballbesitz zu kommen, auch einfache Standardsituationen gilt es zu vermeiden. Daran werden wir bis zum Spiel gegen den Berliner AK arbeiten“, analyisierte Trainer Sven Körner.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade (46. Neufeld) - Pläschke, Schmedemann, Ambrosius, Schulze, Kanther, Bretgeld, Löder, Yilmaz, Blaser, Januario (Wenzel, Menke, Aral, Twardzik, Junge-Abiol, Grzega, Hübner, Korsch, Popowicz);

Tor: 0:1 Luca Bürger (50.);

Schiedsrichter: Steffen Hösel (Rövershagen);

Zuschauer: 104.