Halberstadt l Germania-Trainer Sven Körner blickte direkt nach Abpfiff auf den sportlichen Aspekt. „Kein Trainerteam der Welt verliert gern 0:6, wir auch nicht. Wir wollten mutig sein, den Respekt hat man gemerkt, vielleicht sogar ein wenig Angst. Wir haben zu viele Standards, in diesem Fall Ecken, gegen uns bekommen. Bei neun Stück ist klar, dass bei einer mal jemand schläft und ein Ball ins Tor geht.“ Nach der Pause versuchte der 37-Jährige noch einmal ein Zeichen zu setzen, brachte zwar mit Luca-Falk Menke einen Verteidiger, zog Patrik Twardzik dafür nach vorne. „Auf der Sechser-Position sollte er offensiv Akzente setzen“, begründete der Coach.

In Germanias stärkster Phase fiel das 0:2. Körner: „Zuvor war der Ausgleich möglich. Vielleicht hast du dann die Zuschauer noch mehr hinter dir, kannst die Begegnung länger offen gestalten und Union wäre gefordert gewesen.“ Es kam bekanntlich anders. „Dann brechen wir zu schnell ein, das darf nicht passieren – vor allem mit Blick auf das tägliche Geschäft Regionalliga. Es gilt also, unsere Fehler zu minimieren.“ Dass es gegen Union am Ende ein halbes Dutzend Gegentore gab, erklärte der VfB-Trainer so: „Wenn du so viel investierst, permanent anläufst, dann geht das irgendwann an die Substanz gegen ein Team, das wenig technische Fehler zeigt und mit großer Spielkontrolle auftritt.“

Kompliment an die Mannschaft

Kapitän Tino Schulze fand das „Erlebnis DFB-Pokal“ – ohne das Resultat betrachtet – „überragend und einfach nur geil“. Er schickte ein Riesenkompliment an seine Mannschaft: „Was sie läuferisch abgeliefert hat, da bin ich mega-stolz drauf. Hinten raus fällt das Ergebnis leider zu hoch aus, aber die Unioner spielen nicht umsonst Bundesliga. Sie haben den Ball gut laufen lassen. Irgendwann hat da bei uns die Kraft nachgelassen.“

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Torwart Florian Sowade lieferte eine top Leistung ab. „In der ersten Halbzeit hatte ich viel zu tun und konnte der Mannschaft helfen, nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten. Ab der 65. Minute wurde es dann leider eindeutig.“