Halberstadt l Das hatte Klasse, was der FSV Optik Rathenow und Germania Halberstadt am Mittwochabend (7. Juni 2017) im Relegationshinspiel gezeigt haben. „Verzichten wir auf das Rückspiel, lasst beide Teams in der Regionalliga starten“, appellierte ein lange nach Spielende noch unter Strom stehender Germania-Trainer Andreas Petersen.

Ein gerechtes Ergebnis

Das 3:3 war seiner Meinung nach „ein würdiges Spiel, bei dem beide Seiten ihre Regionalligatauglichkeit unter Beweis stellten. Ein gerechtes Ergebnis“. Petersen sah „effektive Gastgeber“ und seine Elf, die „nicht so gut in das Spiel fand. Meine Jungs haben sich kurz geschüttelt und haben noch aus dem 1:3 ein 3:3 gemacht. Ich wusste, dass unsere Physis besser ist, wir hinten raus mehr Luft haben“. Petersen lobte seine Elf für ihr Engagement: „Riesenkompliment – das war enorm viel Willen und Moral.“ Vor dem Rückspiel stapelt der VfB-Coach bewusst tief, sieht die Chancen weiter bei 50:50. „Der Druck liegt mehr bei uns. denn wir spielen zuhause.“ Im Hinterkopf weiß aber auch er, wie wertvoll drei Treffer in der Fremde bei diesem Modus sind.

Präsident Olaf Herbst, der entgegen seiner Ankündigung doch Zeit zur Unterstützung vor Ort hatte, wollte auch nicht die ganze große Euphorie verbreiten: „Wir haben die Partie noch gedreht, auswärts drei Tore sind immer gut. Die Chancen sind nicht schlecht, auch wenn noch nichts gewonnen ist. Die Rathenower sind sehr bissig.“

Zum ausgeglichenen Spiel trug auch VfB-Kapitän Benjamin Boltze mit seinen zwei Toren bei. „Für die Zuschauer war es interessant, es ging hin und her. Wir wollten ein gutes Ergebnis erzielen, das ist gelungen. Die Gegentore waren bitter: Zwei Sonntagsschüsse und ein Fehler unsererseits. Für das Rückspiel am Sonnabend bin ich dennoch guter Hoffung!“