Halberstadt l So jedenfalls wäre es, könnten die Fußball-Fans entscheiden. Fast ein Drittel aller Votings fiel auf diese Variante. Doch auch die drei anderen Möglichkeiten fanden ihre Befürworter.

Die FuPa-Redaktion hat vor wenigen Tagen das Ohr an die Fußball-Gemeinde Sachsen-Anhalts gelegt und die Frage in den Raum geworfen, wie nun mit dem neuerlichen Lockdown zu verfahren sein könnte. Dabei entstand folgendes Meinungsbild der FuPa-User:

Vier Optionen zur Wahl

Vier mögliche Szenarien standen zur Auswahl. Von Dienstag bis Sonntag wurden insgesamt 2170 Stimmen abgegeben, die ein relativ klares Bild ergaben. Ein Drittel der User plädiert dabei für einen Re-Start im Dezember. Ein Viertel aller abgegebenen Stimmen entfielen auf die Variante, den Punktspielstart in den Januar zu legen. Aber auch die Lösungsansätze der Saisonverlängerung sowie der Wertung einer Spielzeit fanden bei der user-Gemeinde anklang.

Die Fans wünschen sich also eine möglichst schnelle Fortsetzung des Spielbetriebs. Sollte der „Lockdown light“ zum 1. Dezember beendet werden können, stünde einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes ab Sonnabend, dem 5. Dezember theoretisch nichts im Wege. Im Fupa-Voting sprach sich eine Mehrheit der User für diese Variante aus. 705 Stimmen, das entspricht 32,5 Prozent präferieren dieses Szenario.

Spielstart im Januar?

Kann im Dezember noch nicht gespielt werden, richten sich die Blicke gut vier Wochen weiter in die Zukunft, denn Szenario zwei sieht Punktspiele ab Anfang Januar vor. Diese Variante befürworteten im Voting immerhin 25 Prozent der Abstimmenden (542 Stimmen). Nach der Weihnachts- und Neujahrspause könnte der Ball dann ab 9. Januar 2021 wieder rollen. Klappt das, bestünde in allen Ligen die Möglichkeit, bis zum regulären Rückrundenstart Ende Februar etliche der inzwischen ausgefallenen Spiele nachzuholen. In diesem Fall würde sich auch die Chance darauf erhöhen, dass die Saison 2020/21 regulär beendet werden kann.

Großes Risiko ist dabei aber natürlich die Witterung, die für eine Unbespielbarkeit der Plätze sorgen könnte. Die milden Winter der vergangenen Jahre machen aber Hoffnung auf einen Spielbetrieb.

Kommt auch dieses Szenario nicht zum Tragen, ist eine Saisonverlängerung unausweichlich. Kann weder im Dezember, noch im Januar/Februar gespielt werden, ist ein reguläres Ende der Saison bis zum 30. Juni 2021 unmöglich. Folgerichtig müssten die Spiele auch noch im Juli und August des nächsten Jahres ausgetragen werden. Die sportrechtlichen Voraussetzungen dafür hat der FSA bereits frühzeitig geschaffen. Für eine Saisonverlängerung sprachen sich in der Abstimmung übrigens 487 User aus (22,4 Prozent).

Fortsetzung im Dezember favorisiert

Eine weitere Option wäre, dass lediglich die Hinrunde gewertet wird. Dann müssten nach dem Re-Start nur noch wenige Partien ausgetragen werden, bis alle Teams ihre Hinrunden-Partien absolviert hätten. Entsprechend der dann vorliegenden Resultate könnte auch eine Auf- und Abstiegsregelung durchgesetzt werden.

1) Re-Start im Dezember (32,5 %): Sollte die Landesregierung sowie die Gesundheitsämter die Situation Ende November so bewerten, dass der Amateursport wieder den Spielbetrieb aufnehmen kann, könnten die Mannschaften in der ersten Dezember-Woche ins Training zurückkehren und bereits am 05. Dezember wieder um Punkte kämpfen.

2) Punktspiele ab Anfang Januar (25 %): Die Landesregierung sowie die Gesundheitsämter Sachsen-Anhalts erlauben eine Rückkehr auf die Plätze für den Dezember, so dass die Teams von der Verbandsliga bis zur Kreisklasse den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen können. Der Spielbetrieb in den Ligen wird ab 09. Januar wieder aufgenommen, um zumindest die bislang ausgefallen Begegnungen der laufenden Spielzeit nachholen zu können.

3) Verlängerung der Spielzeit über den 30. Juni hinaus (22,4 %): Nachdem auf dem außerordentlichen (digitalen) Verbandstag die Satzung des FSA dahingehend verändert wurde, dass die Saison 2020/21 über den 30. Juni hinaus verlängert werden kann, fallen Entscheidungen über Auf- und Abstiege bzw. Meisterschaften erst Ende Juli oder Mitte August.

4) Nur die Hinrunde wird gewertet 20,1 %): Sollten die Signale aus der Politik so sein, dass ein Wiederaufnehmen des Spielbetriebs erst im Februar/ März möglich ist, so könnte Analog zur U19-Bundesliga nur die Hinrunde gewertet werden. Den Rahmenterminplan würde man anschließend mit Pflichtfreundschaftsspiele auffüllen.

Dass es nicht die eine Lösung allein gibt, wie ja die breit gefächerte Verteilung der Stimmen aufzeigt, unterstreicht auch Patrick Koch, Abteilungsleiter beim SV Langenstein. „Ein Re-Start im Dezember wäre gut, wird aber sicher schwer machbar sein. Wenn es sich noch weiter verzögert, ist aber auch eine Verlängerung über den 30. Juni hinaus denkbar. Es ist ein schwieriges Thema, das letztlich die Politik entscheidet. Wir müssen abwarten.“

Nun obliegt es dem Fußballverband Sachsen-Anhalt, Lösungsansätze zu kreieren. Dabei war zu hören, dass man in Magdeburg auch die Vereine mit ins Boot holen möchte. Bei unseren thüringischen Nachbarn wurde dies bereits vollzogen. Lösungen für die Aufnahme des Spielbetriebs sind hierbei natürlich abhängig von den übergeordneten Entscheidungsträgern und der Entwicklung der Corona-Fallzahlen.