Halberstadt l Der VfB Germania Halberstadt hat den dritten Sieg der Saison, den zweiten in Serie, eingefahren und konnte sich so vom Tabellenkeller entfernen. Beim 1. FC Lok Leipzig hieß es 1:0 aus Sicht der Gäste.

Lok Leipzig verliert fünftes Spiel

Mit jetzt neun Punkten im Gepäck zogen die Halberstädter gleichzeitig am Gastgeber vorbei, sind jetzt Tabellen-13. Lok Leipzig, das damit auch das fünfte Spiel nacheinander ohne Sieg blieb, rutschte nach einem verkorksten Saisonstart auf den 15. Rang ab und noch tiefer in die Krise. Das 0:1 hatte beim Traditionsclub aus Probstheida am Sonntag-Vormittag Konsequenzen: Co-Trainer Rüdiger Hoppe und Cheftrainer Heiko Scholz wurden beurlaubt, sollen dem Verein aber erhalten bleiben.

Germania-Trainer Maximilian Dentz, der mit seiner Elf indirekt Auslöser für den Trainerwechsel bei der „Lokschen“ war, hatte wohl schon geahnt, dass die Amtszeit seines Kollegen enden würde. Direkt nach dem Spiel, das der Mitteldeutsche Rundfunk live übertragen hatte, meinte er im TV: „Fußball ist manchmal ein brutales Geschäft, ich wünsche ihm alles Gute. Der Rest steht uns nicht zu, zu beurteilen.“

Bilanz spricht für Halberstadt

1. FC Lok vs. Germania – aus Sicht der Vorharzer freut man sich traditionell auf diesen Vergleich, denn die Bilanz spricht mit sechs Halberstädter Siegen (bei zwei Niederlagen) klar für das Dentz-Team. Gerade im Bruno-Plache-Stadion präsentierte sich der VfB oftmals als das bessere Team.

Dentz vertraute getreu dem Motto „Never change a winning team“ der Elf, die eine Woche zuvor Bautzen in die Schranken gewiesen hatte. Die Gäste traten auch selbstbewusst auf, hatten durch Denis Jäpel, der allerdings den Ball per Arm vorgelegt hatte, per Konter eine Riesenchance zum 1:0 (2.). Lok war im ersten Abschnitt um Ballbseitz und Abschlüsse bemüht, der durchschlagende Erfolg blieb aus.

Latte verhindert Ausgleich

Die zweite Halbzeit begann der VfB mit einem Paukenschlag, beziehungsweise einem Traumtor. Alex Schmitt, der in der Vorbereitung zahlreich getroffen hatte, kam per Dropkick-Vollspannstoß aus rund 16 Metern zu seinem ersten Saisontreffer (51.). Dass dies der Treffer des Tages bleiben sollte, daran hatte auch das Alu des Germania-Tores „Schuld“. Nach etwa einer Stunde vergab Ex-Germane Nils Gottschick eine sogenannte Hundertprozentige an die Querlatte, später setzte Kemal Atici einen Flachschuss an den linken Pfosten.

1. FC Lok Leipzig: Wenzel - Schulze, Urban, Zickert, Wolf, Schinke, Gottschick (61. Pannier), Salewski, Pfeffer (61. Atici), Sindik (71. Pommer), Steinborn;

Germania Halberstadt: Guderitz - Heynke, Surek, Schulze, Blume, Boltze, Schmitt, Hofgärtner, Rothenstein (61. Goslar), Jäpel (76. Messing), Michel;

Tor: 0:1 Alexander Schmitt (51.); Schiedsrichter: Max Burda (Berlin); Zuschauer: 2375.