Halberstadt l Auch das zweite Heimspiel des Jahres hat Regionalligist VfB Germania Halberstadt mit einem Remis beendet. Am 22. Spieltag hieß es 1:1 (0:0) gegen die VSG Altglienicke.

Germania-Heimspiele im Februar 2019 finden bei zweistelligen Temperaturen, blauem Himmel und viel Sonne statt ...und enden 1:1. Wie schon gegen den VfB Auerbach hielt das Dentz-Team damit einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenmittelfeld zunächst auf Abstand und erreichte das gesetzte Minimalziel.

Drei Änderungen in der Startelf

Maximilian Dentz nahm gleich drei Änderungen vor. Für Dennis Rothenstein, Tino Schulze und Martin Ludwig rückten Denis Jäpel, Hendrik Kuhnhold und Nico Hübner in die Startelf. Für Hübner war es nach langer Zeit der erste Einsatz von Beginn an. Seine Kräfte reichten für eine Stunde.

Die Begegnung war über weite Strecken nicht so hochklassig wie man es vom VfB Germania in dieser Saison durchaus schon gewohnt war. Und doch war sie ausgesprochen unterhaltsam. Nachdem der Gastgeber zu Beginn sehr aussichtsreiche Möglichkeiten zur Führung hatte, bekam die VSG zusehends mehr Zugriff. Nach einer Stunde hatte Tugay Uzan das 0:1 auf dem Fuß.

Ausführung dauert seine Zeit

Kurz danach rückte der Unparteiische ein erstes Mal in den Fokus. Nach Foul von VfB-Käpt‘n Benjamin Boltze an Uzan suchte er sofort den Blickkontakt zu seinem Asssistenten, entschied dann auf Strafstoß und verlegte den „Tatort“ damit offenbar einige Zentimeter weiter nach vorne, das jedenfalls ließen die heftigen Proteste der Vorharzer erahnen. Die Ausführung dauerte nicht nur wegen der Diskussionen einige Zeit, denn der Schiedsrichter ließ gleich zweimal wiederholen. Spieler der VSG waren jeweils zu früh im Strafraum. Den dritten Versuch von Gästekapitän Björn Brunnemann parierte Fabian Guderitz.

Dreimal hatte er sich für die gleiche Ecke entschieden – beim letzten Versuch lag er goldrichtig und lenkte den Ball an den Pfosten, um ihn dann zu sichern. Dan Twardzik, Keeper der VSG und Bruder von VfB-Rückkehrer Patrik Twardzik, kommentierte es so: „Das ist eine Frechheit.“

Guter Germania-Angriff

Direkt nach dem Wiederanpfiff spielte die Germania einen Angriff mal präzise durch. Zentral kam Lucas Surek aussichtsreich zum Abschluss, Twardzik reagierte aber großartig.

Trainer Dentz brachte mit Dennis Blaser und Paul Grzega zwei Angreifer und mit Messing einen pfeilschnellen Außenstürmer ins Spiel, um noch einmal Akzente zu setzen. Auf der Gegenseite traf Christian Preiss spät zum vermeintlichen Auswärtssieg (86.). Danach rückte aber Christopher Gaunitz ein zweites Mal in den Vordergrund. Nach einem Halberstädter Freistoß kurz vor dem VSG-Strafraum entschied er auf Handelfmeter. Hier kam es zum Bruder-Duell. Dan Twardzik ahnte die Ecke und parierte, den Nachschuss setzte Patrik Twardzik aber in der Nachspielzeit zum 1:1 in die Maschen.

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Blume, Kuhnhold (64. Messing), Boltze, Surek, Heynke, Hofgärtner, Schmitt, Hübner (58. Blaser), P. Twardzik, Jäpel (76. Grzega);

VSG Altglienicke: D. Twardzik - Brehmer, Czyborra, Kahlert, Pütt, Skoda, Brunnemann, Preiß, Nico Donner (81. Ede), Lemke, Uzan (59. Müller);

Torfolge: 0:1 Christian Preiss (86.), 1:1 Patrik Twardzik (90.+2); Besonderes Vorkommnisse: Björn Brunnemann verschießt Foulelfmeter (39.); Schiedsrichter: Christopher Gaunitz (Leipzig); Zuschauer: 384.