Halberstadt l „Es bringt nichts zu lamentieren“, meinte Germania-Trainer Andreas Petersen knapp 24 Stunden nach dem 0:5 gegen Ligaprimus Energie Cottbus. „Ab jetzt konzentrieren wir uns voll auf Budissa Bautzen“, Halberstadts nächster Gegner am Freitag (19 Uhr).

Cottbus eine andere Kategorie

So richtig gut gelaunt war der 57-Jährige am Montag noch nicht, sprach auch von „Enttäuschung“ und einer „unruhigen Nacht“, er betonte aber, dass Energie Cottbus eine andere Kategorie sei, quasi der FC Bayern München der Regionalliga Nordost.

„Es tut natürlich weh, aber lieber einmal 0:5 unter die Räder kommen, als fünfmal mit 0:1 zu verlieren. Wir werden das Resultat nicht 100 Mal auseinander nehmen, wir sind kein Mitbewerber um den Aufstieg wie die Cottbuser. Wenn man gegen so eine Mannschaft, die wirtschaftlich und sportlich in der 3. Liga mithalten kann, in Rückstand gerät, ist es ganz schwer, noch einmal zurückzukommen.“

Ersten zehn Minuten überzeugend

Überzeugt war Petersen von den ersten zehn Minuten seiner Elf. „Da hatte Cottbus Angst, mit ihrem ersten Konter sind die Gäste dann aber effektiv. Die ersten drei Gegentreffer waren ja alle Konter.“

Der VfB war von Andreas Petersen sehr offensiv eingestellt wurden, er wollte sich nicht abwartend in der eigenen Hälfte verstecken und agierte darum mit drei Angreifern (Nico Hübner, Florian Beil, Kay Michel). So übte die Germania anfangs durchaus großen Druck auf die Lausitzer aus, defensiv lief es dagegen weniger gut und er wurde eines Besseren belehrt. „Wir haben ganz schlecht verteidigt – angefangen vom Torwart bis hin zu den Einwechselspielern. Wir werden nicht so naiv sein und damit leichtfertig umgehen. An der Defensive müssen wir arbeiten.“

Wochen der Wahrheit

Für den Trainer stehen im September „die Wochen der Wahrheit“ an. Mit Budissa Bautzen (7.), VfB Auerbach (14.) und ZFC Meuselwitz (13.) kommen nun Kontrahenten, mit denen sich der VfB Germania Halberstadt auf Augenhöhe messen kann. Am Tag der Deutschen Einheit gibt es zudem den erneuten Vergleich mit Mitaufsteiger Chemie Leipzig, der derzeit mit drei Zählern im Tabellenkeller festhängt. In diesen vier Begegnungen kann der VfB durchaus einen Grundstein für den anvisierten Klassenerhalt legen.