Halberstadt l Ein wichtige Partie gegen einen direkten Mitkonkurrenten im unteren Tabellendrittel der Fußball-Regionalliga Nordost hat der VfB Germania Halberstadt am morgigen Sonnabend vor der Brust. Beim VfB Auerbach gilt es in erster Linie, die Kreise von Toptorjäger Marc-Philipp Zimmermann einzudämmen.

Der Auerbacher Mittelstürmer führt mit zehn Saisontreffern die Torjägerliste der Regionalliga Nordost an – und hat damit bereits drei Tore mehr erzielt, als die gesamte Halberstädter Mannschaft.

König warnt vor Offensiv-Trio

„Er hat eine herausragende individuelle Qualität vor dem Tor – und das hat er über Jahre bewiesen. Er macht auch aus Situationen Tore, aus denen eigentlich keine Tore möglich sind. Und aus den klaren Chancen natürlich auch“, lobt Germania-Coach Danny König den Auerbacher Torjäger Marc-Philipp Zimmermann. „Dazu kommt ein Marcel Schlosser mit sehr gefährlichen Eingaben und Standardsituationen, und mit Yannic Voigt ein sehr talentierter Außenspieler“, warnt der Halberstädter Trainer vor dem gefährlichen Offensivtrio der Vogtländer.

Dabei erwartet die Germanen ein komplett anderes Spiel, als zuletzt gegen Spitzenreiter FC Viktoria Berlin. „Das Spiel hat eine ganz andere Charakteristik, Auerbach kommt über eine große Physis, setzt viel auf erste und zweite Bälle und gefährliche Flanken von den Außen. Da gilt es, sein Revier zu verteidigen, zweite Bälle ordentlich zu verteidigen“, fordert Danny König absolute Konzentration und Präsenz in den Zweikämpfen.

Knoop droht verletzt auszufallen

Nach einer Regenerationseinheit zu Wochenbeginn bereitet sich die Mannschaft seit Mittwoch intensiv auf die Partie vor, musste dabei aber einen erneuten personellen Rückschlag hinnehmen. „Es war eine sehr ordentliche Einheit, leider hat sich Niclas Knoop verletzt“, berichtet Danny König. Nach Hendrik Kuhnold und dem Gelb-Rot gesperrten Patrik Twardzik droht damit eine weitere Option für die Innenverteidigung auszufallen, was wiederum eine Änderung des zuletzt sehr gut praktizierten 5-3-2-Sytstems nach sich ziehen könnte. „Aber das System ist zweitrangig, wichtig wird es, erste und zweite Bälle zu sammeln, und mit Ballgewinnen selbst Umschaltsituationen oder eigene Ballbesitzphasen zu ermöglichen“, so König.

Auch beim VfB Auerbach lief es zuletzt nicht wie gewünscht, mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Ligaspielen rutschte das Team auf den 15. Tabellenplatz ab. Eine Ausgangslage, die auch den Halberstädtern in die Karten spielen könnte.