Harzkreis l Der 14. Spieltag steht an diesem Wochenende in der Landesklasse, Staffel III, an. Aus Sicht der Fans und Zuschauer aus dem Harzkreis haben die Duelle in Langenstein und Wernigerode die wohl größte Bedeutung.

Wiederum dürfen sich die Fußballfreunde in den Altkreisen Wernigerode und Halberstadt auf Derbys freuen. Wie schon am letzten Wochenende, als der SV Langenstein bei Eintracht Osterwieck (4:1) für eine kleine Überraschung sorgte und der Blankenburger FV den SV Darlingerode/Drübeck im eigenen Rund mit einem 5:0 nach Hause schickte.

Die beiden klaren Sieger vom letzten Spieltag treffen am morgigen Sonnabend (Anstoß: 14 Uhr) im Langensteiner Maiwinkel aufeinander. Keine 15  Kilometer trennen beide Orte, die Sportplätze liegen per Luftlinie vielleicht sieben Kilometer auseinander – mehr Derby geht also kaum. In der Tabelle stehen der SVL und der BFV ähnlich dicht beieinander. Langenstein hat derzeit einen Zähler weniger als die Blütenstädter, ist Tabellenachter. Mit einem Heimsieg würden die Gastgeber am Konkurrenten vorbeiziehen. Bodo Krenz, Trainer des SV Langenstein, freut sich wie das gesamte Umfeld auf diese Begegnung. „Klar, wir wollen punkten, aber uns ist bewusst, dass uns mit dem BFV ein schwerer Kontrahent erwartet.“ Die Stimmung in seinem Team könnte aktuell kaum besser sein, „nach dem 4:1-Erfolg in Osterwieck ging die gute Laune noch mal nach oben. Zum Glück hat sich die Verletzung von Daniel Holtzheuer als nicht so schwerwiegend entpuppt“. Der Langensteiner musste zuletzt in Osterwieck per Krankentransport versorgt werden. Nach einer Überdehnung fällt er für den Rest der Hinrunde aus.

Personell muss Krenz nur auf einen weiteren Aktiven verzichten. Robert Moeller fehlt berufsbedingt. Auch deswegen geht er zuversichtlich in das Derby: „Die Trainingsbeteiligung ist derzeit gut, alle freuen sich nun auf das Spiel.“ Vor dem Gegner hat Bodo Krenz Respekt, wenngleich der BFV sicherlich noch hinter den Erwartungen geblieben ist. „Die Blankenburger hatten zu Saisonbeginn ein Ergebnisproblem. Das hatten sie in der Vorsaison auch, um dann eine gute Rückrunde zu spielen. Ich bin mir sicher, dass sie noch in die Gänge kommen.“

Beim Gast sieht es personell nicht so gut aus. Trainer Uwe Hain muss auf sechs bis sieben Spieler verzichten, die angeschlagen oder krank sind oder berufsbedingt fehlen. „Das ist schon ein Problem, ich kann heute noch nicht sagen, mit wem ich am Sonnabend auflaufen werde“, so der Coach, „aber so müssen es eben die anderen richten und ich traue ihnen einen Erfolg zu“. Hain macht deutlich, dass auch der BFV drei Punkte anstrebt. „Wir wollen an die Leistung vom Darlingerode-Spiel anknüpfen, den Schwung mitnehmen. Ich rechne in Langenstein mit einem kampfbetonten Spiel.“

Am Sonntag (14 Uhr) steigt im Wernigeröder Kohlgarten das zweite Derby mit Spannung erwartete des Spieltags. Hier empfängt Gastgeber Germania Wernigerode (10.) den SV Darlingerode/Drübeck (12.). Beide Clubs stehen im unteren Mittelfeld des Klassements, wollen mit einem Sieg den Anschluss an das obere Tabellendrittel herstellen. Nimmt man die Ergebnisse vom letzten Spieltag, so geht der Landesklasse-Rückkehrer aus Wernigerode als Favorit ins Rennen. Mit einem 6:1-Erfolg schoss sich Germania den Frust der zuvor eher mittelmäßigen Ergbnisse von der Seele. Darlingerode kassierte die bereits erwähnten fünf Gegentreffer in Blankenburg.

Interessant wird sein, wie Eintracht Osterwieck (5.) die Heimniederlage verkraftet hat. Beim Tabellendritten FSV Nienburg wartet eine schwere Aufgabe, mit einem Dreier würde der SVE jedoch am Konkurrenten vorbeiziehen und das 1:4 voll vergessen machen.

Das absolute Topspiel findet jedoch nicht im Harz, wohl aber mit Harzkreis-Beteiligung statt. Tabellenführer Germania Wulferstedt empfängt am morgigen Sonnabend den Verfolger SV Westerhausen. Der SVW, mit einem Spiel weniger, ist in bestechender Form und will den Meisterschaftskampf wieder spannend gestalten.

 

Landesklasse 3

1. Germania Wulferstedt 13 39: 12 29

2. SV Westerhausen 12 28: 14 24

3. FSV Nienburg 12 36: 26 23

4. SV Seehausen/B. 12 31: 19 22

5. Eintr. Osterwieck 11 27: 18 21

6. SV 09 Staßfurt 12 26: 18 20

7. Blankenburger FV 12 27: 22 17

8. SV Langenstein 12 22: 34 16

9. TSV Hadmersleben 12 21: 22 15

10. Germ. Wernigerode 12 29: 35 14

11. SV Hötensleben 11 26: 33 13

12. Darlingerode/Drüb. 12 23: 30 12

13. Unseburg/Tarthun 13 22: 35 12

14. ZLG Atzendorf 12 16: 32 7

15. Drohndorf-Mehringen 12 12: 35 5

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