Halberstadt l Gegen den 1. FC Merseburg aus der NOFV-Oberliga Süd tat sich der Gastgeber im heimischen Friedensstadion aber deutlich schwerer. 

Die Gäste um Trainer Daniel Ferl verlangten dem Regionalligisten alles ab. Der am Ende knappe 2:1-Erfolg gegen die gut aufgestellten Merseburger war ein „Last-Minute-Sieg“.

Tore nach dem Seitenwechsel

Die 40 Zuschauer vor Ort sahen eine torlose, aber äußerst intensive erste Hälfte. Nach den ersten 45 Minuten wurde viel gewechselt, VfB-Coach Sven Körner tauschte sieben Mal aus.

Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Der zur Pause eingewechselte Danny Wagner hatte sich auf der Außenbahn gut in Szene gesetzt und dessen scharfe Hereingabe verwandelte VfB-Verteidiger Michael Ambrosius ins eigene Netz. Es dauerte allerdings nur wenige Minuten, bis die Hausherren ins Spiel zurückfanden. Der ebenfalls in der Pause eingewechselte Justin Bretgeld egalisierte zum 1:1.

Löder setzt Lucky Punch

In der Folgezeit verloren beide Teams trotz der Vielzahl an Wechseln kaum den Faden. In einer munteren Schlussphase besaßen die Gäste noch gute Möglichkeiten durch Wagner und Oskar Zorn, die Begegnung zu Gunsten des Oberligisten zu entscheiden. Stattdessen war es aber die Germania, die einen Konter durch Elias Löder zur 2:1-Führung abschloss. Dabei blieb es auch am Ende der Begegnung.

Gäste-Trainer Ferl sprach im Nachgang von „einem sehr guten Test, in dem meine Jungs über 90 Minuten durchgezogen haben. In der zweiten Halbzeit lassen wir große Chancen aus und agieren hinten raus etwas sorglos in der Defensive. Das hat Halberstadt ausgenutzt, aber für mich ist das Resultat zweitrangig.“

Körner übt Kritik

Sven Körner sagte deutlich, dass er nicht zufrieden war. „Von uns war das zu wenig Dynamik, Tempo und zu wenige Sprints beziehungsweise Tiefenläufe. Wir wollen anders Fußball spielen. Bei uns hat sich meist nur einer zum Ball bewegt. Das Agieren der anderen in die tiefe fehlte. Phasenweise haben wir zu viele Chancen zugelassen. Da können wir deutlicher in Rückstand geraten.“ Der 37-Jährige zeigte jedoch – nach einer weiteren sehr intensiven Trainingswoche – Verständnis für das Auftreten. „Man kann nicht immer am Level arbeiten, Man hat gemerkt, dass wir müde waren.“ Trotzdem hob er den Finger: Es müsse aus seiner Sicht immer erkennbar sein, dass seine Elf gewinnen wolle. „Wir haben einen gewissen Anspruch an uns. Das bedeutet, dass wir gegen einen Oberligisten souveräner auftreten. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben.“

Am Mittwoch folgt der nächste Test. Dann ist Verbandsligist SV Westerhausen um 18.30 Uhr zu Gast beim VfB.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Neufeld (46. Sowade) - Ambrosius, Schulze (46. Menke), Mirza Aral, Schmedemann, Korsch (46. Bretgeld), Pläschke (46. Wenzel), Löder (46. Twardzik), Kanther, Hübner (46. Yilmaz), Ferchow (46. Blaser);

1. FC Merseburg: Wurster (46. Baumann) - Hartmann (67. Deumer), Strauchmann, Hernacki, Dierichen (67. Duc Nguyen), Bornschein (46. Kudyba), Dräger, Ludwig (62. Zorn), Wagner, Kudyba, Berger (46. Wagner);

Torfolge: 0:1 Michael Ambrosius (Eigentor/ 56.), 1:1 Justin Bretgeld (60.), 2:1 Elias Löder (87.);

Schiedsrichter: Tim Kohnert (Ballenstedt);

Zuschauer: 40.