Halberstadt l In der Nachspielzeit kam es zum direkten Duell der Brüder Patrik Twardzik (Halberstadt) und Dan Twardzik (Altglienicke). Zuvor waren beide eher selten in den Fokus gerückt, in den letzten Augenblicken dieser Begegnung standen sie dafür voll im Mittelpunkt.

Bruder-Duell vom Punkt

Vom Elfmeterpunkt trat Spieler Patrik gegen Torwart Dan an ... und scheiterte, um allerdings den Nachschuss zu versenken. Schon vorher waren die Emotionen beim Keeper ob der kniffligen Entscheidung auf Handelfmeter hoch her gegangen. Nach dem Treffer zum 1:1 in der Nachspielzeit folgte unmittelbar der Abpfiff, der Berliner Keeper marschierte lautstark protestierend Richtung Kabine. „So entscheidet man Spiele“, meckerte er in Richtung der Unparteiischen.

Wie schätzte Patrik Twardzik diesen dramatischen Ausgang, dieses Bruderduell ein? Warum trat er überhaupt vom Punkt an? „Bei Elfmetern ist klar, dass ich schieße, egal wer im Tor steht, ob mein Bruder oder nicht. Ich weiß nicht ob er die Ecke wusste, anscheinend hat er es gerochen – wir sind halt Brüder. Ich habe danach aber am schnellsten reagiert. Er war sauer, aber nicht auf uns, sondern auf den Schiedsrichter. Dessen Leistung war ja nicht so gut.“

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Moral ist entscheidend

Das 1:1 ordnete der 26-Jährige so ein: „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben am Ende wieder Moral gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind und dass wir nach einem Rückstand zurückkommen können. Wie schon gegen Erfurt haben wir bewiesen, dass wir mithalten können. Der Punkt war für beide Seiten verdient. Nun steht der Chemnitzer FC vor der Tür, auf die Partie gilt es sich zu konzentrieren.“

Seine bisherige Leistung seit der Rückkehr im Januar sieht er noch nicht optimal. „In den drei Spielen habe ich ein Tor geschossen, eine Vorlage gegeben: Laut Zahlen sieht es gut aus, aber ich kann es besser. Letztes Jahr habe ich in letzten Spielen fast immer getroffen, das ist mein Ziel. Da komme ich denke ich noch hin.“