Halberstadt l Es war auch eine Art „Klassentreffen“, spielen doch am Wolfsberg zahlreiche ehemalige Germanen mit. Der SVW ist seit wenigen Jahren so etwas wie eine „Germania-Zweigstelle“ geworden. So standen beispielsweise Christoph Klötzer, Jakob Frye, Alysson Vargas und Dean Justin Müller, alle schon einmal in Diensten der Vorharzer, in der Westerhäuser Startformation.

Die Gäste gingen früh in Führung, Dennis Blaser nutzte einen Fehler von Alexander Himburg (8.). Danach mühte sich der SVW und kam selbst mehrfach in die gegnerische Hälfte. Nach einer halben Stunde war diese Partie optisch ausgeglichen. Blaser hatte nach schnellem Umschaltspiel über Paul Grzega dann jedoch die Chancen, auf 2:0 zu erhöhen. Klötzer hatte aber keine Mühe, den etwas zu schwach geschossenen Ball festzuhalten. Der Gastgeber hatte kurz vor der Pause eine top Möglichkeit, als Müller den Ball Volley aus 16 Metern annahm. Das Leder wurde zur Ecke geblockt.

Viele Wechsel in der Pause

Die Pause nutzte VfB-Trainer Sven Körner zum Wechseln, bis auf zwei Positionen gab es die volle Rotation.

Halberstadt kam gut in den zweiten Spielabschnitt. Nach einem Eckball von Nico Hübner köpfte Mardochee Tchakoumi, aber Keeper Klötzer hielt stark (48.). Der Favorit kam jetzt zu einigen viel versprechenden Szenen, aber Batikan Yilmaz und auch Patrik Twardzik verfehlten das Gehäuse. Nach rund einer Stunde war es doch soweit, Germania traf zum verdienten 2:0. Hübner hob den Ball über den herauslaufenden Klötzer, Westerhausen hätte in Person von Müller noch klären können, doch sah dieser bei der Aktion unglücklich aus, Hübner musste nur noch einschieben. Wenig später verkürzte Testspieler Jefferson. Aus 16 Metern traf er in den Winkel (63.).

Neuzugang trifft zum 1:3

Für den alten Abstand sorgte schließlich Halberstadts Neuzugang Yilmaz. Nach Querpass von Dustin Messing hieß es 1:3 aus Sicht der Gastgeber. Drei Minuten vor dem Abpfiff tauchte Stefan Korsch noch einmal vor Klötzer auf. Der Ex-Germane im Tor des SVW blieb einmal mehr Sieger.

Auf den Regionalligisten VfB Germania wartet indes in der kommenden Woche ein Höhepunkt der Vorbereitung. Am Dienstag trifft die Elf auf den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena. Für die Thüringer ist es vor dem Start der neuen Saison das letzte Testspiel der Vorbereitung. In Halberstadt freut man sich auf den Vergleich mit dem Traditionsverein. „Es ist ein echter Gradmesser. Für Jena ist es die Generalprobe vor dem Ligastart. Sie sind somit schon auf einem anderen Level als meine Mannschaft, aber dennoch wird dieser Vergleich auch Erkenntnisse bringen. Ein Spiel, das wir gerne gegen einen attraktiven Gegner mitnehmen“, so Trainer Körner. Gespielt wird auf Platz 2 im Ernst-Abbe-Sportfeld. Anstoß ist 16.30 Uhr.

Davor wartet auf die Germania zunächst ein weiterer Verbandsligist. Am Samstag ist man zu Gast beim Haldensleber SC. Anpfiff im Waldstadion ist um 13 Uhr.