Halberstadt l Am Sonntag um 13.30 Uhr begrüßt der VfB Germania am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost den FC Viktoria 1889 Berlin im Friedensstadion.

Im Grunde kann die Aufgabe für den Tabellenletzten aus Halberstadt nicht einfacher sein. Als krasser Außenseiter – die Gäste aus der Bundeshauptstadt haben alle neun Punktspiele gewonnen – kann der VfB nur gewinnen. Der Druck lastet komplett auf dem FC Viktoria. Wer wo in der Tabelle steht ist dem Halberstädter Trainer Danny König bekanntlich egal. Für ihn zählt der Trend, die Form. Und die stabilisierte sich bei seiner Elf in den letzten Punktspielen. Dreimal blieb Germania ungeschlagen und punktete. „Dadurch bekommen die Jungs ein ordentliches Gefühl, die Stimmung vor diesem Duell ist geerdet und fokussiert. Wir wollen an die stabilen Leistungen anknüpfen. Dass der Gegner 27 Punkte geholt hat, wissen wir. Damit steht Berlin völlig zu Recht allein da vorne.“

König hat Schwachstellen erkannt

König und sein Team bereiten sich sehr intensiv auf das Spiel vor. Bei der Auswertung der Videos zum Gegner wurde auch deutlich, dass Viktoria verwundbar ist. „Dafür bedarf es einer extrem fokussierten Leistung. Nur so kann man die Gäste im Zaum halten“, ist sich König im Klaren. „Wenn wir einen guten Tagen haben, ist der Gegner zu knacken. Seit Tagen arbeiten wir darauf hin.“

Nehrig verstärkt den Tabellenführer

König, der am Sonntag seinen 46. Geburtstag feiert, begegnet den Hauptstädtern mit dem nötigen Respekt. „Der FC Viktoria ist tatsächlich gut. Die letzten Wochen nutzte man dort außerdem, um in aller Ruhe den Kader nachzujustieren.“ Was der VfB-Coach konkret damit meint: Mit Bernd Nehrig wurde ein sehr erfahrener Fußballer von Zweitliga-Rückkehrer Eintracht Braunschweig verpflichtet. König: „Er hat unmenschlich viele Spiele in der 2. Liga absolviert und bringt enorm viel Qualität mit.“ Ganz genau sind es 259 Partien, dazu kommen 27 Begegnungen mit dem VfB Stuttgart (1) und der SpVgg Greuther Fürth (26) im deutschen Oberhaus.

Verstärkt hat sich aber auch Germania Halberstadt. Jan-Pelle Hoppe zeigte am letzten Wochenende beim Landespokal-Duell in Havelberg, warum er verpflichtet wurde. Mit zwei Treffern gab er beim 6:1-Erfolg seinen Einstand. König, der den 21-Jährigen bereits während seines Wirkens beim FSV Zwickau im Auge hatte, freut sich, dass die Offensive belebt wird. „Für ‚Pelle‘ war es ein Kaltstart, er hat sich ordentlich bewegt. Grundsätzlich ist es der Plan, dass er Tore schießt. Wir haben ihn verpflichtet, weil er ein paar Parameter mitbringt, die im Kader noch fehlten. Wir glauben, dass die Chancen mit ihm besser sind, das ein oder andere Tor zu schießen. Als wir wussten, dass er auf dem Markt ist, haben wir sofort ‚Ja‘ gesagt. Da war es von Vorteil, dass ich ihn schon kannte.“

Batikan Yilmaz fällt nach einem Kreuzbandriss lange aus. Justin Bretgeld und Niclas Knoop trainieren wieder mit und sind auf einem guten Weg.