Langenstein l Er hatte das Amt vor einem Jahr von Philipp Brüser übernommen.

Brüser kehrt zurück

Im Sommer 2019 zog sich Brüser zurück, der Hausbau und die Geburt des Kindes genossen zunächst oberste Priorität. Schon da wurde aber klar kommuniziert, dass sein Nachfolger Daniel Robinson, selbst drei Jahre lang Keeper in Langenstein, eine „Übergangslösung“ ist. Brüsers Haus ist nun fertig, das Kind besucht inzwischen die Kindertagesstätte, so dass nun wieder mehr Zeit für den Fußball bleibt.

„Für mich ist Schluss“, erklärte Robinson am Sonntag seinen vorläufigen Abschied aus dem Fußballgeschäft. „Das wurde so schon vor einem Jahr entschieden, ich habe dem Verein damit einen Gefallen erwiesen, wenngleich tabellarisch wohl eher nicht.“ Der 35-Jährige spricht damit Rang 13 an. Bei einem regulären Saisonabschluss hätte dies den Abstieg bedeutet. Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise und des Abbruchs, verbleibt Langenstein aber in der Landesklasse.

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Ganz ausschließen will Robinson nicht, dass er sich irgendwann wieder mehr dem Fußball zuwendet, aktuell steht jedoch bei ihm das Private im Vordergrund. „Jetzt zählt nur die Familie.“

Robinson dankbar für die Zeit

Als Cheftrainer des SVL stand Robinson das letzte Mal im Dezember beim 0:3 in Osterwieck an der Seitenlinie, in 2020 absolvierte Langenstein keine einzige Begegnung. Der ehemalige Torwart spekuliert, dass es unter normalen Umständen noch besser gelaufen wäre. „Wir saßen alle zusammen, und haben die Fehler angesprochen, ich denke, dass wir den Klassenerhalt unter normalen Vorzeichen noch geschafft hätten.“ Im Landrat-Pokal lief es besser, hier steht das Team im Halbfinale. Robinson hofft, dass es in diesem Wettbewerb noch weitergeht. Er berichtet: „Es gibt verschiedene Vorschläge, die Rede ist auch von einem Final-4 Turnier mit Beginn der neuen Spielzeit. Der Verband will es ja unbedingt fortführen.“ Die Halbfinalpaarungen im Harzkreis, eigentlich für Ende März angesetzt, lauten SVL gegen Osterwieck und Stahl Thale gegen Olympia Schlanstedt.

Robinson reflektiert. „Für mich war es eine tolle Erfahrung mit einer außergewöhnlich tollen Mannschaft und unfassbar guten Charakteren. Das Team hat eine sehr gute Qualität. Am Ende bin ich wohl zu viele Risiken eingegangen, wollte zu viel. Die Trainingseinheiten haben das nicht hergegeben. Ich habe viel Neues gelernt. Dem Verein bleibe ich verbunden, werde sicher auch mal bei den Alten Herren auftauchen.“