Langenstein l Nachdem bereits bekannt war, dass Interimscoach Daniel Robinson den SV Langenstein verlässt, hat der Verein nun auch den Abgang von fünf verdienten Spielern verkündet.

Wegner sucht neue Herausforderung

Kapitän Jerome Wegner verlässt das Schiff und heuert zur neuen Saison in der Landesliga bei Rot-Weiß Alsleben an. Nachdem sein Lehramtsstudium in Halle in die finale Phase geht, ist es für ihn nicht mehr möglich, die weiten Fahrten in den Harz jedes Wochenende in Kauf zu nehmen. Außerdem ist es nur nachvollziehbar, mit 23 Jahren nochmals eine neue Herausforderung in einer höheren Liga zu suchen. Jerome verabschiedet sich nach 83 Pflichtspielen für den SVL und zwei erreichten Pokalendspielen aus dem Maiwinkel. „Wir bedanken uns für intensive vier Jahre und wünschen im sportlich und privat nur das Beste für seine Zukunft“, bedankte sich Abteilungsleiter Patrick Koch.

Meißner muss kürzer treten

Ein weiterer Hallenser Student muss sich ebenfalls verabschieden. Rechtsverteidiger Franz Meißner wird in Zukunft vermehrt für sein angehendes Staatsexamen lernen müssen. Koch: „Wir sind uns sicher, dass er sein Jura-Studium souverän absolvieren wird und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste.“ Franz kam 2017 aus der Halberstädter Jugend und konnte sofort überzeugen. In 67 Pflichtspielen erzielte der intelligente Defensivallrounder sechs Tore. Der SVL bedankt sich für sein Engagement auf und neben dem Platz. Genau wie Kapitän Wegner gehörte Franz Meißner trotz seiner 21 Jahre bereits dem Mannschaftsrat an.

Ein weiterer Spieler aus der „Halle-Leipzig-Fraktion“ sagt Tschüss. Max Staat hält seit dem Winter der Saison 2012/2013 seine Knochen für den SVL hin. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn aufgrund seines Tempos war er nicht selten nur durch ein rüdes Einsteigen aufzuhalten. Nach fast acht Jahren endet nun also das Kapitel Langenstein für den Wahl-Leipziger. Der Abteilungsleiter: „Nachdem wir ihn in den vergangenen Jahren immer wieder überzeugen konnten doch noch weiter für den SVL aufzulaufen, ist nun der Moment des Abschieds gekommen. Auch bei ihm war ein weiteres Jahr aufgrund der beruflichen Situation nicht mehr möglich.“ In 148 Spielen für den SV Langenstein erzielte der pfeilschnelle Offensivallrounder 66 Tore.

Niehs zurück zum VfB

Hinzu kommen unzählige Flankenläufe, die die Fans immer wieder ins Staunen versetzten. Mithilfe seiner Tore feierte der Klub zwei Aufstiege und erreichte im Pokal zwei Endspiele. „Wir wünschen ihm bei seinem neuen Verein in Brehna alles Gute und vor allem, dass er verletzungsfrei bleibt“, so seine Teamkameraden.

Nach nur einem Jahr verlassen auch Paul Niehs und André Brakebusch den Verein. Der 19-jährige Niehs kam im vergangenen Jahr vom VfB Germania Halberstadt. Der gelernte Torhüter versuchte sich als Außenverteidiger, konnte sich aber nicht in der ersten Männermannschaft durchsetzen. Nach einigen Spielen für die Reserve wechselt er nun wieder zurück zu seinem Heimatverein. Koch: „Wir wünschen ihm sportlich und für sein Studium, welches er im Oktober aufnehmen wird, alles Gute.“

Brakebusch kam aus Wegeleben in den Maiwinkel. Nachdem er zunächst zwischen der ersten und zweiten Mannschaft pendelte, zeigte er im Verlauf der Hinrunde seine Bedeutung für das Landesklasse-Team und erhielt mehr Spielzeit. Nach einer starken Vorbereitung wären sicherlich ohne Corona noch einige Spiele für den Offensivallrounder hinzugekommen, doch das blieb ihm verwehrt. „Auch André war, wie alle Spieler von denen wir uns verabschieden müssen, eine Bereicherung auch neben dem Platz und wir wünschen auch ihm nur das Beste für die Zukunft. Sie alle wissen, dass sie im Maiwinkel, egal in welcher Rolle, gerne wieder gesehen sind“, so Koch.