Halberstadt l Beim 8:0-Erfolg gegen den Verbandsligisten SV 1890 Westerhausen zeigten sich die Halberstädter vor allem im zweiten Spielabschnitt sehr torhungrig.

Selbstbewusstsein für die Rückrunde geho

Fünf Testspiele, fünf Siege – die Halberstädter tanken für den Pflichtspielauftakt in einer Woche gegen den Berliner AK weiter Selbstvertrauen. Im Heimspiel gegen Verbandsligist SV 1890 Westerhausen, der vor einer Woche mit einem 2:0-Sieg beim Oberligisten MTV Wolfenbüttel aufhorchen ließ, feierte die Germania am Mittwochabend einen hohen 8:0-Sieg. Ob nach Standardsitationen, aus Kontern oder eigenen Ballbesitzphasen – die Treffer spiegelten eine große Bandbreite wider.

Löder bleibt weiter treffsicher

Zur Pause führte der Regionalligist nach einem Eigentor von Kevin Wolschke (11.) und dem Treffer von Kimbyze-Kimby Januario (18.) mit 2:0. Trotz viele Wechsel zur Halbzeit ließen die Halberstädter nach Wiederanpfiff noch ein halbes Dutzend Tore folgen. Stefan Korsch (47.), Michael Kwabena Ambrosius (53.), Patrik Twardzik (66.), zweimal Paul Grzega (68., 90.) und Elias Löder (75.) trugen sich dabei in die Torschützenliste ein. Für Löder war es in der Vorbereitung bereits der fünfte Treffer, in allen Partien traf der Offensivakteur einmal ins Schwarze.

„Phasenweise haben wir recht ordentlich gespielt, hatten dabei gute Inhalte wie Spielverlagerungen, gutes Pressingverhalten oder eine gute Restverteidigung in Ballbesitzphasen. Wichtig ist, die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden“, blickte Germania-Trainer Sven Körner auf die Testpartie zurück. „Die Mannschaft hat es gut gemacht, zumal wir in der Halbzeit stark durchgewechselt haben. Dazu kommen immerhin acht Tore, es war ein ordentlicher Test“, so Körner.

ZFC Meuselwitz als Gradmesser

In den verbleibenden Tagen bis zum ersten Pflichtspiel des jahres gegen den Berliner AK geht es nun in den Feinschliff über. Eine echte Standortbestimmung hierfür wird das letzte Testspiel am Sonnabend um 13 Uhr gegen den Ligarivalen ZFC Meuselwitz geben. Beide Kontrahenten standen sich am 14. Dezember zum Rückrundenspiel der Regionalliga gegenüber, die Halberstädter kassierten beim Tabellenneunten eine 0:2-Niederlage.

Bis auf Lukas Ferchow, der krankheitsbedingt fehlte, dürften auch am Sonnabend alle Spieler fit und an Bord sein. „Wir haben die Belastung im Training sehr gut gesteuert, in puncto Personal gibt es keine Probleme“, so Trainer Sven Körner. Neben Neuzugang Anton Kanther kam am Mittwoch auch Probespieler Kamil Popowicz zum Einsatz, die Verpflichtung des 23-jährigen Mittelfeldspielers stand kurz vor dem Abschluss.

Tchakoumi verlässt den Verein

Auch bei den Abgängen gibt es von Seiten des VfB Germania eine weitere Personalie zu verkünden. Nach Philipp Knechtel (VfB Krieschow) und Maximilian Farwig (FC Einheit Wernigerode) wird auch Mardochee Tchakoumi die Halberstädter in der Winterpause verlassen.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade (Neufeld) - Schmedemann, Aral, Menke, Wenzel, Bretgeld, Löder, Twardzik, Yilmaz, Blaser, Januario (Pläschke, Ambrosius, Kanther, Popowicz, Grzega, Korsch, Hübner);

SV 1890 Westerhausen: Klötzer (46. Romulo) - Wolschke, Vargas, Fricke, Dolch, Müller, Schelenz, Rathsack, Frye (46. Michaelis), Borges Carvalho;

Torfolge: 1:0 Kevin Wolschke (11. Eigentor), 2:0 Kimbyze-Kimby Januario (18.), 3:0 Stefan Korsch (47.), 4:0 Michael Kwabena Ambrosius (53.), 5:0 Patrik Twardzik (66.), 6:0 Paul Grzega (68.), 7:0 Elias Löder (75.), 8:0 Paul Grzega (90.);

Schiedsrichter: Miriam Schweinefuß (Quedlinburg);

Zuschauer: 35.