Halberstadt l Da passte im Grunde alles zusammen: Heimspiel, ein sonnig-warmer Mai-Nachmittag, den Klassenerhalt schon in Sack und Tüten und das Highlight noch vor der Brust. Beim 4:0 demonstrierte der VfB noch einmal sein ganze fußballerisches Geschick und sendete nebenbei klare Signale in Richtung Halle: Wir sind soweit startklar, es kann losgehen. Mit dem Landespokal-Endspiel am kommenden Sonnabend kann die Germania schließlich noch das i-Tüpfelchen auf die gute Saison setzen.

Bis auf Geburtstagskind Philipp Blume (noch nicht fit) und Leon Heynke (gesperrt) schickte Trainer Maximilian Dentz die beste Elf auf den sattgrünen Rasen im Friedensstadion. Dass diese Truppe enorm viel Lust auf Fußball hatte, unterstrich sie quasi mit dem ersten Spielzug. Germania setzte sich im FSV-Fünfer fest und war nach zunächst glücklosen Versuchen doch noch durch Dennis Blaser per Kopf erfolgreich (2.). Für den Angreifer war es der vierte Treffer im fünften Spiel nacheinander. Auch der zweite Halberstädter Treffer war sein Eintrittsgeld wert. Denis Jäpel brauchte nach toller Vorarbeit von Dustin Messing den schnell vorgetragenen Konter nur noch einschieben (33.). Lucas Surek hatte kurz vor der Pause noch den dritten Treffer auf dem Fuß.

Brillante Offensivaktionen

Den zweiten Spielabschnitt eröffnete der Gastgeber mit weiteren brillanten Offensivaktionen. Bei einer scheiterte Messing nach tollem Tempolauf aus Nahdistanz (52.). Auch Kapitän Benjamin Boltze schaltete sich immer wieder in der gegnerischen Hälfte ein, setzte einen Freistoß nur knapp drüber (72.).

Es folgte eine kurze Phase, in der Halberstadt zu leichtsinnig auftrat, die Fürstenwalder dem Anschlusstreffer durchaus nah waren. Nils Wilko Stettin fehlte an diesem Tag jedoch das Abschlussglück. Viel besser lief es da für Germania. Es hatte etwas vom genialen Treffer Jay-Jay Okochas vor 26 Jahren, was Hendrik Hofgärtner da anstellte. Zweimal düpierte er Keeper David Richter und die Defensive, ehe er Maß nahm und das 3:0 erzielte. Die Moral der Gäste war gebrochen, so dass der VfB in Person von Stefan Korsch sogar noch einmal nachlegte.

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze, Harant, Twardzik, Schulze (70. Hübner), Hofgärtner, Schmitt, Messing, Jäpel (70. Korsch), Surek, Blaser (46. Grzega);

FSV Union Fürstenwalde: Richter - Schulz, Köster, Hausdorf, Häußler (46. Bolyki), Stagge, Kahraman (73. Hovi), Rupp (46. Zurawsky), Cinar, Wunderlich, Stettin;

Torfolge: 1:0 Dennis Blaser (2.), 2:0 Denis Jäpel (33.), 3:0 Hendrik Hofgärtner (80.), 4:0 Stefan Korsch (84.);

Schiedsrichter: Michael Wilske (Bretleben);

Zuschauer: 357