Halberstadt l Der letzte verbliebene Regionalligist aus der Harzregion (siehe unten stehender Bericht) muss seinen Kader auch zur Spielserie 2020/21 wieder stark umbauen.

Germania mit erneutem Umbruch

Wie schon in den vergangenen Jahren haben sich einige Akteure dazu entschieden, wo anders eine neue Herausforderung zu suchen. Die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter, Enrico Gerlach, stellten bereits in der Vergangenheit immer wieder eine konkurrenzfähige Truppe zusammen und auch in diesem Sommer scheint man seine Hausaufgaben im Friedensstadion schon gemacht zu haben.

„Wir werden auch in diesem Sommer wieder acht bis zehn Spieler verlieren und dafür neues Personal holen. Aber im Vergleich zum Vorjahr ist es in diesem Sommer weniger stressig. Ich bin mit unserem neuen Trainer täglich im Austausch und wir werden auch in der neuen Saison ein gutes Regionalliga-Team auf die Beine stellen“, gibt Gerlach Einblicke in die Kaderplanung. Eine erste positive Nachricht war die Vertragsverlängerung von Abwehrspieler Michael Kwabene Ambrosius (siehe Rubrik „Im Gespräch“).

Die wichtigste Personalie hatte der VfB Germania mit Danny König bereits frühzeitig klären können. Nach dem Abgang von Sven Körner übernimmt der 45-Jährige das Traineramt beim Regionalligisten.

Mit Tino Schulze, Nico Hübner und Ibrahim Mirza Aral hatten sich bereits drei Akteure aus Halberstadt verabschiedet. Jetzt sickerten noch sechs weitere Namen durch. Dustin Messing, Jannis Pläschke, Marcel Goslar, Luca-Falk Menke, Anton Kanther und Kilian Neufeld werden den Verein verlassen. Zudem ist vertraglich noch nicht geklärt, was mit den vom 1. FC Magdeburg ausgeliehenen Pascal Schmedemann und Marvin Temp passieren wird.

Gerlach trotz Abgänge weiter optimitisch

Dennoch zeigt sich Gerlach optimistisch, dass zum Trainingsauftakt Anfang Juli bereits 16 bis 18 Spieler zum Kader zählen. „Ab der kommenden Woche wollen wir die ersten Verträge mit neuen Spielern aufsetzen. Dann werden wir sicher noch den einen oder anderen Spieler im Training testen. Wir wollen in der neuen Spielzeit jedes Spiel mit breiter Brust angehen, eine gute Performance abliefern und die Zuschauer dazu bringen, dass sie gerne ins Friedensstadion gehen“, blickt Gerlach voraus. Bei der aktuellen Lage in der 3. Liga ist es gut möglich, dass es in der neuen Saison 20 Heimspiele in Halberstadt zu sehen gibt.