Halberstadt l Nach den Duellen mit Rot-Weiß Erfurt, Lok Leipzig und dem Pokal-Derby in Hasserode geht es jetzt zum ehemaligen Bundesligisten Energie Cottbus.

Anpfiff im Stadion der Freundschaft ist am Sonnabend um 13.30 Uhr. Das letzte Gastspiel in der Lausitz ging für Halberstadt in der Saison 2017/18, damals noch unter Trainer Andreas Petersen, mit 1:3 verloren.

Germania reist nach Cottbus

Der VfB Germania Halberstadt steht in dieser Woche vor einer nächsten großen Prüfung. Nachdem die Elf von Trainer Sven Körner am zurückliegenden Wochenende nach anfänglichen Problemen souverän das Viertelfinal-Ticket im Landespokal gelöst hatte, reist der VfB-Tross am Sonnabend zum Drittliga-Absteiger FC Energie Cottbus.

Trotz der vermeintlichen Rollenverteilung gibt sich der Germania-Cheftrainer optimistisch. Für Körner ist das Gastspiel beim einstigen Bundesligisten erneut eine „Reifeprüfung für meine junge Mannschaft. Wir haben es in Wernigerode im Landespokal sehr professionell gelöst und nun wollen wir auch in Cottbus bestehen. Dass es nicht leicht wird, ist uns klar. Aber in dieser Liga ist alles möglich und der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass Cottbus verwundbar ist“, weiß Körner und spricht damit unter anderem das Pokal-Aus der Lausitzer im Landespokal an.

Cottbus scheidet aus Landespokal aus

Im Landespokal unterlag Cottbus beim Oberligisten FSV Luckenwalde mit 1:2. Somit wird Energie sicherlich auch mit Hinblick auf die Tabelle mit aller Macht versuchen, die drei Zähler im Stadion der Freundschaft zu behalten. In Halberstadt freut man sich indes die Atmosphäre. „Uns erwartet ein geiles Stadion mit vielen Zuschauern. Das muss allen in meiner Mannschaft Spaß machen. Wir werden auch in Cottbus an unseren Prinzipien festhalten und wollen dort etwas mitnehmen“, so Körner. „Von unseren Prinzipien, geradlinig und mit viel Tempo zu spielen, werden wir nicht abweichen. Im Pokalspiel hat meine Mannschaft gezeigt, dass es angesprochene Dinge umsetzen kann. In Cottbus wollen wir etwas mitnehmen. Nach der bestandenen Reifeprüfung in Wernigerode ist das Teil 2.“

Über den Spaß zum Erfolg

Der 37-Jährige betont aber erneut, dass es Spaß machen muss. „Dafür spielen wir Fußball: Jeder Sprint muss Spaß machen, jeder Zweikampf. Jede offensive Aktion muss innerlich ein emotionales Hochgefühl sein, so können wir ins Spiel rein kommen. Bei solchen Bedingungen muss man einfach Bock drauf haben.“

Körner weiß um die Stärken der Gastgeber. „Cottbus hat eine top Qualität, mit vielen Ideen und ein gutes Positionsspiel. Ähnlich wie Lok Leipzig wird Energie gefährlich bei Standards, darum wollen wir marschieren und brennen.“

Bretgeld wieder dabei

Mit dabei ist auch wieder Justin Bretgeld, der im Pokal-Achtelfinale nach über zwei Monaten Verletzungspause sein Comeback gab. „Klasse, wie er zurückkam und gleich mit seinem Treffer ein Zeichen gesetzt hat“, freut sich Sven Körner mit seinem Mittelfeldantreiber. Philipp Knechtel laboriert an einer Knieverletzung, Lukas Ferchow fällt mit Haarriss in der Hüfte auch aus, ansonsten sind bei den Spielern alle an Bord. Verzichten muss Coach Körner auf seinen Assistenten Marcel Goslar, der mit einem Norovirus sogar ins Krankenhaus musste. Der 30-Jährige war zwar auf dem Weg der Besserung, am gestrigen Donnerstag aber noch im Hospital. Aufgrund der Ansteckungsgefahr verhängte die medizinische Abteilung des VfB ein Besuchsverbot.

VfB-Präsident Erik Hartmann hofft auf baldige Genesung und drückt dem Team kräftig die Daumen. „Das ist ein Bonusspiel, wenngleich unser Team sind in einer Verfassung ist, dass es überall punkten könnte, aber mit Cottbus wartet ein echtes Topteam der Liga. Wie im Pokal wird es erforderlich sein, dass jeder an seine an Leistungsgrenze geht.“