Halberstadt l Aus diesem Repertoire stellen ausgewählte Fußballgrößen in losen Abständen ihre „Top 11“ zusammen. Im zweiten Teil präsentiert Tino Schulze, Kapitän des Regionalligisten VfB Germania Halberstadt sein „Dreamteam“.

Der 27-jährige Defensivspieler ist der dienstälteste Spieler der Germania, der Linksfuß spielt aktuell seine sechste Saison im Friedensstadion. Von den A-Junioren des Halleschen FC ging es für die erste Station im Männerbereich zum 1. FC Lokomotive Leipzig. 2012 trug er erstmals das Trikot des VfB  Germania Halberstadt, nach zwei Jahren folgte der Wechsel zum KSV Hessen Kassel. Zwei Saisons spielte der gebürtige Altmärker in der Regionalliga Südwest, ehe er 2016 in den Nordharz zurückkehren und nunmehr seine sechste Saison im Germania-Dress spielt. Die „Top 11“ wird demzufolge von seiner Zeit in Halberstadt geprägt, im 3-4-3-System schickt er folgendes Team ins Rennen:

Torwart

Fabian Guderitz: „Ist einfach ein super sympathischer Typ. Er hat uns in vielen Spielen den einen oder anderen Punkt festgehalten und hat sich in den Jahren zu einem echt spitzen Torwart entwickelt. Auch wenn er es jedes Mal gehasst hat, wenn ich ihm die Dinger im Training ins Netz gehauen habe und ihn dabei angeschrieben habe, dass er das Ding wieder rausholen soll, weil gleich der nächste drin liegt.“

Abwehr

Marcel Goslar: „Marcel ist einfach pfeilschnell und schlug Flanken wie kein anderer. Er war nicht nur ein Mitspieler, sondern er wurde einer meiner besten Freunde und als Co-Trainer heute das Beste, was mir passieren konnte.“

Philipp Blume: „Er ist einfach ein absolutes Abwehrmonster, zweikampfstark und torgefährlich. In der Regionalliga für mich einer der Besten. Er ist an der PlayStation genauso gierig nach Siegen, wie auf dem Feld.“

Nico Perrey: „Ein Wahnsinns­typ! Beidfüßig, hat eine gute Ausbildung genossen und hatte alles, was man als Innenverteidiger brauchte. Wir sind auch heute noch ständig im Kontakt und für mich ,Mister Mallorca‘.“

Mittelfeld:

Dustin Messing und Hendrik Hofgärtner: „Bei den beiden bin ich einfach sprachlos, weil mir unzählige Dinge einfallen würden, um das zu beschreiben, was man nicht ausdrücken kann. Sie sind für mich wie Brüder und gehören zur Familie. Fußballerisch haben beide ein enormes Potenzial und es war mir eine riesen Ehre, mit ihnen auf dem Platz stehen zu dürfen.“

Benjamin Boltze: „Auf und neben dem Platz ein absoluter Leader. Seine ruhenden Bälle sorgten immer für Gefahr und vom Punkt ein Killer. Er konnte wie auch heute noch Freistöße ziehen, wo jeder darauf reingefallen ist. ,Bolle‘ war auch einfach für jeden Spaß zu haben, aber konnte auch eine kleine Dreckssau sein.“

Justin Bretgeld: „Der Junge bringt mich einfach immer und immer wieder auf die Palme. Er ist ein positiv verrückter Mensch. In seinen jungen Jahren aber sehr zweikampfstark und knallt sich in alles rein, was sich ihm in den Weg stellt. Technisch nicht der beste, das weiß er selbst, aber das, was er kann, macht er überragend.“

Angriff:

Nils Gottschick: „,Gotsche‘ hatte eigentlich alles, was man als Außenbahnspieler brauchte. Dribbelstark und technisch hervorragend, er konnte links wie rechts und ihm zuzuschauen, hat einfach großen Spaß gemacht. Leider hatte er es nicht immer leicht und war selten fit, weil ihm Verletzungen immer wieder zu schaffen machten. Er war ein ruhiger und ein sehr angenehmer Typ.“

Benjamin Girth: „Wir haben heute noch sehr viel Kontakt. Er ist einer meiner besten Freunde und es ist geil, ihn jetzt in der 2. Bundesliga spielen zu sehen. Vor dem Tor ist er einfach ein absoluter Killer, der genau weiß, wo er zu stehen hat und wann der Ball kommt, dass er den bloß noch reinschieben braucht. Trotz seiner Größe ist er sehr kopfballstark und im Strafraum einer der Besten.“

Nico Hübner: „Er ist schnell wie der Blitz und hat eine Fackel, da sieht manch Torwart den Ball gar nicht an sich vorbeifliegen, da liegt das Ding schon im Netz. ,Hübi‘ ist mit Abstand einer der witzigsten Menschen, die ich bisher kennenlernen durfte und kann negative Stimmung binnen Sekunden zur geilsten Stimmung kippen.“

Trainer:

Willi Kronhardt: „Willi war wie ein Ziehvater für mich, durch ihn habe ich erst richtig Fuß gefasst im Männerfußball. Er war mein größter Förderer und ich habe ihm einfach viel zu verdanken. Er war einfach so besessen, uns taktisch alles beizubringen und wollte uns immer am Limit haben.“