Halberstadt l Nach Niederlagen beim SV Apollensdorf und gegen die HG Köthen II geht es nun zunächst in die Corona-bedingte Wettkampfpause. Zum letzten Spiel vor der Corona-Pause empfing der HT 1861 die Mannschaft aus Köthen. Die Halberstädter hatten sich einiges vorgenommen, sollten es doch die ersten Pluspunkte werden.

HT früh in Rückstand

Die Köthener starteten furios. Sie nutzten die schwachen Torwürfe und Abspielfehler der Gastgeber gnadenlos aus. Durch schnelle Konter lag der HT nach 15 Minuten bereits mit 2:12 mehr als deutlich im Hintertreffen. Die Halberstädter mühten sich, der 10-Tore-Rückstand zum 9:19 nach 30 Minuten konnte aber nicht verhindert werden.

Nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel und zu schönen Toren. So stand es in der 33. Minute 12:19 und es war doch noch nicht alles entschieden. In der Folge jedoch schien der Torwart der Gäste unüberwindbar, so führten die Köthener in der 43. Minute wieder deutlich mit 24:13.

HT kämpft vergeblich

Die Domstädter gaben nicht auf. Die Abwehr stand jetzt sicherer. Durch schöne Spielzüge im Angriff kamen auch sie nun zu Torerfolgen. Über ein 17:25 (50.) reichte es am Ende aber nur noch zum 22:29.

Trainer Marcel Kutz wusste, wo die Ursachen lagen: „Die Jungs haben die ersten 20 Minuten voll verschlafen. Wir hatten ein gutes Training in der Woche. Ich glaube, sie hatten sich selbst zu viel Druck gemacht. In der zweiten Halbzeit lief es besser. Da haben sie gezeigt, dass es auch anders geht. Die zweiten 30 Minuten haben wir immerhin mit 13:10 gewonnen.“

Statistik

HT 1861: von Zachotzki, Reuner - Huber (3), Wienert(3), Knochenmuß (3), Greiff (2), Bögelsack, Lieb (3), Mund (6), Liebscher (1), Waade, Keil;

Siebenmeter: HT 3/1, Köthen 4/4;

Zeitstrafen: HT 5, Köthen 5.

HT Halberstadt - SV Apollensdorf

Eine Woche zuvor, am 4. Spieltag der Verbandsliga-Süd, mussten die Männer des HT 1861 beim SV 07 Apollensdorf antreten. Es war bereits das dritte Auswärtsspiel in dieser Saison.

Die Vorzeichen ließen nichts Gutes erahnen, denn neben den Langzeitverletzten Hahmann und Friedrich fehlten auch noch Reuner, Keil, Fröhlich und Liebscher.

Die Halberstädter begannen wieder sehr nervös. Zwei Abspielfehler brachten die Gastgeber schon in der 1. Minute mit 2:0 in Front, ehe Justin Wienert kurz danach das erste Tor für den HT erzielte. Im Angriff leisteten sich die Gäste immer wieder unnötige Abspielfehler. Unplatzierte Torwürfe und schwach abgeschlossene Konter waren eine leichte Beute des heimischen Torwarts. Durch schnelle Gegenangriffe erzielten die Apollensdorfer dadurch leichte Tore. Bis zur 26. Minute konnten die Domstädter das Ergebnis allerdings durch Treffer von Jannes Lieb und Daniel Greiff noch offen gestalten (14:12).

Rückstand zur Halbzeit

Großen Anteil daran hatte auch Torhüter Leon von Zachotzki mit mehreren glänzenden Paraden. Das 16:13 zur Halbzeit ließ noch hoffen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Halberstädter mit den Gedanken noch in der Kabine. Denn bis zur 40. Minute zogen die Gastgeber aus Apollensdorf auf 24:18 davon. Die Vorharzer stellten jetzt ihre Abwehr um. Im Angriff wurde konzentrierter gespielt. Beide Mannschaften erzielten in dieser Phase abwechselnd ihre Tore. Nach dem 28:22 (53.)blieben dem HT aber nur noch wenige Minuten für die Wende. Diese schaffte die Kutz-Sieben nicht mehr, am Ende konnte die 31:27-Niederlage nicht mehr verhindert werden.

Coach Marcel Kutz fehlten an diesem Tag die Alternativen auf der Bank: „Die vielen Ausfälle konnte unsere Mannschaft zu Beginn nicht so richtig verkraften. Dadurch kam es zu großen Unsicherheiten in Abwehr und Angriff.“

Statistik

HT 1861: von Zachotzki - Kahle (1), Huber (4), Wienert (2), Knochenmuß (3), Greiff (5), Bögelsack, Lieb(4), Mund(5), Waade (3);

Siebenmeter: HT 2/2, Apollensdorf 3/2;

Zeitstrafen: HT 2, Apollensdorf 3, 1 x Rot (58.).