Halberstadt l Es zeigt, dass die zurückliegenden zwölf Monate eine große Erfolgsstory waren, die nun mit dem 34:27-Sieg über die SG Lok Schönebeck ihren vorläufigen Höhepunkt fanden.

Im letzten Heimspiel des Jahres wollten die Domstädter unbedingt ihren Heimnimbus wahren. Gegen Lok Schönebeck waren die Gastgeber auch in der Favoritenrolle, das allein wollte Trainer Denis Schmid aber nicht gelten lassen. Er verlangte die volle Konzentration.

Spiel auf Augenhöhe

Und so gehörte das erste Tor nach zwei Minuten auch den Elbestädtern. Bis zum 8:8 nach etwas mehr als einer gespielten Viertelstunde blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Danach konnte sich der klare Favorit das erste Mal leicht befreien (12:9). Die hoch motivierten Gäste ließen aber nicht locker, wollten am 2. Advent keinerlei Geschenke verteilen und nutzten eine doppelte Zeitstrafe des HT zum 12:12. Beim 13:13 zur Pause war diese Begegnung wieder ganz auf Null gestellt.

In der Kabine sprach Denis Schmid an, was besser werden sollte: „Im Angriff müssen wir noch zulegen, in der Abwehr mehr Bälle erkämpfen, um in unser gewohnt erfolgreiches Tempospiel zu kommen.“

HT mit erfolgreicher Schlussoffensive

Das sollte auch gelingen. Der HT markierte im zweiten Durchgang 21 Tore und damit deutlich mehr als im ersten Abschnitt. Aber auch Gegner SG Lok ließ die Hoffnung auf einen Teilerfolg lange am Leben, zeigte in der „Völkerfreundschaft“ eine starke Leistung. Christian Heimesath warf die Schönebecker in der 49. Minute sogar in Führung (24:25). In den letzten zehn Minuten jedoch gestaltete der HT das Ergebnis sehr deutlich. Vom 26:26 zog Halberstadt auf 33:26 davon. Nach dem 9:2-Lauf in den Schlussminuten war die Sache entschieden.

Vor allem Marcel Lerich, der im zweiten Durchgang alle seine fünf Treffer per Konter markierte, und Markus Czaja, der sich zu steigern wusste, waren mit ihrem Auftritt ausschlaggebend für den 17. Heimsieg in Folge. Die letzte Niederlage des HT 1861 in eigener Halle gab es im September 2018, seither wurde alles gewonnen.

„Auch wenn es eine Phrase ist, dieses Mal wurde deutlich, dass ein Spiel 60 Minuten dauert, es war Geduld gefragt. Die Partie gegen Schönebeck war lange Zeit ausgeglichen und wir haben es erst in den letzten zehn Minuten entschieden. Insgesamt sind wir besser als zuletzt aufgetreten, kleinere Probleme hatten wir noch bei der Chancenverwertung“, resümierte HT-Coach Schmid.

Den Jahresabschluss bestreitet der HT 1861 am kommenden Sonnabend beim Tabellendritten TuS Radis. Der Ausgang im Verfolgerduell scheint völlig offen, denn beide Teams haben eine identische Punktzahl (15:7) und Differenz (+13). Es geht dann also darum, wer an Weihnachten und zum Jahreswechsel Dritter sein wird. Das neue Jahr beginnt Halberstadt mit der Teilnahme am Naruhn-Gedenkturnier in Haldensleben. Dort geht es am 5. Januar um den guten Zweck.

Statistik

HT 1861 Halberstadt: Deuring, Hoffmann - Hamann, Huber (1), Rinke (8/5), Ahlsleben (1), Stecker (1), Lerich (5), Balint (4), Greiff, Kausch (4), Blenke (3), Czaja (7);

Siebenmeter: HT 5/5, Schönebeck 3/1;

Zeitstrafen: HT 6, Schönebeck 4.