Halberstadt l  In der Sporthalle „Völkerfreundschaft“ trennten sich beide Teams 27:27 remis. Nach dem klar verlorenem Spiel gegen Thale/ Westerhausen wollte sich die Gastmannschaft rehabilitieren und eine ansprechende Leistung zeigen. Kein leichtes Unterfangen, da man wieder einmal mit einer anderen Aufstellung als in den Spielen zuvor antreten musste.

Diese bereitete HVW-Trainer Gero Meseck bereits über die Woche hinweg Kopfzerbrechen. Diesem Grund geschuldet suchte man in den Anfangsminuten die nötige Stabilität in der Deckungsarbeit und ging mit 0:2 in Rückstand. Ab der 5. Spielminute kam Wernigerode besser ins Spiel und so konnten die Gäste den 2:2-Ausgleich erzielen und sogar mit 7:3 in Führung gehen.

Wernigerode verspielt Führung

Um den Spielfluss der Gäste zu unterbinden, reagierte Halberstadts Trainer Olaf Feldheim bei diesem Zwischenstand mit einer Auszeit. Doch in dieser Phase des Spiels ließen sich die Wernigeröder nicht beeindrucken und konnten so den Vorsprung auf 12:6 deutlich ausbauen. Jedoch zog nun der Schlendrian in die Reihen der Wernigeröder. Zu oft vergab der HVW II leichtfertig gute Chancen und auch in der Deckung lief nicht mehr alles nach Plan. Nur durch den stark haltenden Torwart Thomas Scharun rettete man sich mit einer 13:11-Führung in die Halbzeit. „Wir haben den HT damit unnötig stark gemacht und selbst angefangen zu grübeln“, bilanzierte Meseck bis dato.

Spannung bis zum Schlusspfiff

Den Schwung aus der Endphase der ersten Halbzeit nahmen die Halberstädter mit und glichen so kurz nach Wiederanpfiff zum 13:13 aus. In den nächsten Spielminuten sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Um neue Impulse im Angriff der Wernigeröder zu bringen, stellte man die Mannschaft auf mehreren Positionen um. Dies trug beim Stand von 20:20 erste Früchte und so setzten sich die Gäste erstmals wieder mit drei Toren auf 20:23 ab (48.). Halberstadt reagierte und verkürzte auf 22:23 (52.). Nochmals wurde bei diesem Spielstand die Mannschaft der Wernigeröder umgestellt und so bis zur 57. Spielminute ein Vorsprung von 27:24 herausgespielt. Durch eine Zeitstrafe – die erste und einzige für den HVW – mussten die Wernigeröder in der Schlussphase in Unterzahl spielen. Dies nutzten die Hausherren aus und stellten den 27:27-Ausgleich her.

Im letzten Angriff der Partie fehlte den jungen Spielern aus Wernigerode eindeutig die Erfahrung und so trennte man sich in diesem Derby mit einem Unentschieden.

Gäste-Trainer Gero Meseck wusste nicht genau, wie dieses Unentschieden einzuordnen war: als Punktgewinn oder -verlust. „Unter dem Strich hat die Mannschaft 50 Minuten lang eine ansprechende Leistung gezeigt. Wenn man das über die ganze Spielzeit hinbekommt, sollte der nächste Sieg in greifbarer Nähe sein.“ Der HVW II ist heute um 16 Uhr bei Spitzenreiter Langenweddingen zu Gast, für den HT II geht es am 27. Oktober weiter.

Statistik

HT 1861 II: Fabian Runkel, Christian Kahle (6/3), Christian Dörge (4), Tim Fröhlich (4), Paul Mund (5), Adrian Waade, Leon Bernd von Zachotzki, Matthias Aschbrenner (5/1), Jonny Marby (3), Danny Keil;

HVWII: Olaf Dannewitz, Marco Kilian (1), Juzian Harz (7), Paul Toerne (3), Thomas Scharun, René Salewski, Leonhard Schaper (6), Steven Reinert (1), Benjamin-Steven Klug (1), Julian Sarovny (7), Martin Grünig (1);

Siebenmeter: HT II 5/4, HVW II -;

Zeitstrafen: HT II 3, HVW II 1.