Halberstadt (fbo) l Zu seinem 70-jährigen Bestehen veranstaltet der VfB Germania Halberstadt an diesem Wochenende als Höhepunkt einen 24-Stunden-Lauf. Im Vorfeld dieser Aktion sprach Jugendleiter Thomas Waldow mit der Harzer Volksstimme.

Der 24 Stunden-Lauf steht kurz bevor. Liegen ausreichend Anmeldungen vor, damit wirklich jede Stunde besetzt ist? Können Sie uns eine Anzahl an Startern nennen?

Thomas Waldow: Viele Leute aus Halberstadt und Umgebung haben inzwischen ihr Interesse bekundet, auch Schulklassen, einzelne Schüler und natürlich viele Mannschaften und Mitglieder unseres Vereins. Denn das Rahmenprogramm basiert ja auf dem Sporttag des VfB Germania und dessen 70-jährigem Jubiläum, das wir in diesem Jahr zusammen mit unserem Partner FSZ und dessen 20-jährigen Bestehen feiern wollen. Aktuell haben wir durchgehend jede Minute dieser 24 stunden mindestens zwei- bis dreifach besetzt. Hier trägt übrigens die Halberstädter Laufgruppe einen großen Anteil, dazu kommen dann immer wieder Stunden mit etwa 20 Läufern.

An wen richtet sich der Lauf? Muss man Ausdauerexperte sein?

Dieser Lauf und das damit verbundene Drumherum soll eigentlich nur Spaß machen. Viele Leute gehen heutzutage einfach mal ‘ne Runde laufen, vor der Haustür oder auch hier in den Spiegelsbergen, weil sie einfach mal den Kopf frei bekommen möchten oder etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Genau diese Freizeitsportler könnten doch ihre Laufstrecke einfach mal in das Friedensstadion verlegen, egal ob sie eine Viertelstunde laufen möchten oder vielleicht auf eine persönliche Kilometerzahl aus sind. Aber auch Nordic Walker sind willkommen. Auch der Deutsche Meister der Junioren im Hürdenlauf, Konstantin Rust, wird mal ein paar runden drehen, ebenso unser Vizepräsident Uwe Schneider mit seinem Handbike. Alles ist möglich und trägt zur guten Stimmung bei. Deshalb werden unsere Livebands, natürlich im Schritttempo, eine Laufbahn hin und wieder zurückgehen.

Welche Stunden sind bisher besonders beliebt? Gibt es Zeiten, die schon „überlastet“ sind?

Nicht nur zu Beginn oder Ende des Laufs, wenn auch das Rahmenprogramm für viel Abwechslung sorgen wird, sind viele Läufer unterwegs, sondern auch in den Nachtzeiten. Hier lockt sicherlich das besondere Erlebnis, mit Musik und bei Feuerschein auf der Laufbahn im Friedensstadion unterwegs zu sein, zu einer Zeit, die normalerweise nicht möglich ist.

Die ganze Nacht hindurch muss das Stadion ja besetzt sein oder von Leuten betreut werden. Gibt es ausreichend Abenteuerlustige beim VfB, die diese Aufgabe annehmen?

Eine entsprechende „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ wird natürlich gewährleistet sein. Teilweise vom FSZ-Gastrobereich, aber auch vom Stadionsprecher, der 24 Stunden anwesend sein wird. Die Organisatoren Steffen Wiekert und ich sind auch vor Ort. Dazu kommen die einzelnen Stationen und Bereiche, die durch jeweils verantwortliche Abteilungsleiter betreut werden.

Gibt es schon „Verrückte“, die mehrere Stunden am Stück laufen wollen - auch als Team?

Einige ambitionierte Läufer bzw. Triathleten haben sich angekündigt, die ihre Trainingseinheiten im Rahmen des 24-Stunden-Laufes absolvieren wollen. Die Laufgruppe Halberstadt plant eine geschlossene Staffel über die gesamte Zeit, es ist also vieles möglich.