Wernigerode l Auch im letzten Wettkampf vor der Pause haben die Wernigeröder Leichtathleten für eine Überraschung gesorgt. Pauline Dieckmann vom Harz-Gebirgslaufverein sicherte sich bei der Mitteldeutschen Meisterschaft der Jugend U16 in Leinefelde die Silbermedaille.

Über 250 Teilnehmer aus 80 Vereinen der drei Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt kämpften im Leinesportpark in Leinefelde-Worbis um die Medaillen bei der Mitteldeutschen Meisterschaft der Jugend U 16 (Altersklassen 14/15).

Sachsen stellt die meisten Teilnehmer

Die meisten Teilnehmer schickte der Landesverband Sachsen ins Rennen, gefolgt von Sachsen-Anhalt. Für die Aktiven der Altersklasse 15 war es eine weitere Gelegenheit, die Qualifikationsnorm zur Deutschen Schülermeisterschaft zu erbringen. Das Wetter spielte nicht ganz mit, hohe Temperaturen und ein stark wehender Wind verhinderten noch bessere Leistungen. Allein die Sprinter profitierten von einem ordentlichen Rückenwind.

Aus dem Harzkreis hatten sich mit Pauline Dieckmann und Lea Brandecker zwei Athletinnen des Harz-Gebirgslaufvereins für die Titelkämpfe qualifiziert. Für die Schützlinge der Trainer Achim Daniel und Yvonne Brandecker war es die erste „große“ Meisterschaft und gleichzeitig der Saisonhöhepunkt, nachdem die Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf aus Geldmangel gestrichen wurden. Auch wenn die Aufregung groß war, zeigten die Wernigeröderinnen sehr gute Leistungen und bestätigten noch einmal ihre gute Form.

Favoritin setzt sich durch

Gleich früh am Morgen sorgte Pauline Dieckmann im 2000-Meter-Lauf der W 14 für eine Überraschung. Sie hielt sich von Beginn an im Windschatten der Magdeburgerin Lillemor Braun auf und musste die Favoritin erst in der letzten Runde ziehen lassen.

In guten 7:27,19 Minuten und damit nur acht Sekunden über ihrer Bestzeit, lief die 14-Jährige als Zweite ins Ziel und feierte als Mitteldeutsche Vizemeisterin ihren bis dahin größten Erfolg.

Lea Brandecker hatte sich für mehrere Strecken qualifiziert, entschied sich aber für die 300 Meter Hürden, obwohl sie eine Altersklasse höher starten musste.

Mut wird nicht belohnt

Ihr Mut wurde nicht ganz belohnt. Die Harzerin musste sich mit „Blech“ zufrieden geben. Zwar gewann Lea als Jüngste im Feld ihren Zeitlauf deutlich, doch im zweiten Zeitlauf waren drei Läuferinnen schneller, so dass sie am Ende undankbare Vierte wurde. Dabei verbesserte die HGL-Athletin ihren Hausrekord minimal auf 47,88 Sekunden und unterbot somit zum zweiten Mal die geforderte Norm zur Deutschen Schülermeisterschaft der W15 (48,00 Sekunden).

Zuvor war Lea bereits im Weitsprungwettbewerb der W 14 gestartet. Sie kam überhaupt nicht zurecht und haderte mit dem starken Gegenwind. Die 14-Jährige traf nicht einmal den Absprungbalken und schied als 14. mit 4,57 Meter aus. Für das Erreichen des Finales hätten 4,80 Meter gereicht. Eine Weite, die Lea in jedem Wettkampf in diesem Jahr überboten hatte.

Damit verabschiedeten sich die Leichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein in die wohlverdienten Sommerferien, bevor es Ende August mit den nächsten Wettkämpfen weitergeht.