Wernigerode l Tolles Laufwetter, große Teilnehmerfelder, starke Leistungen mit vier Stadionrekorden und eine super Stimmung im Sportforum am Kohlgarten: Das Fazit der Organisatoren der Leichtathletikabteilung des Harz-Gebirgslaufverein zum 13. Harzer Läufertag fiel positiv aus.

Sportfest wird immer beliebter

Das Wernigeröder Sportfest erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, was die insgesamt 134 Teilnehmer der mittlerweile 13. Auflage beweisen. „Das waren fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr“, freute sich Hauptorganisator Florian Hausl. Vor allem für die große Läuferschar aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist der Läufertag ein erster Formtest oder schon die „Jagd nach DM-Normen“.

Allein über 1500 Meter zählten die Veranstalter 27 Starter, so dass erstmals zwei Läufe durchgeführt werden mussten. Auch die 5000 Meter nahmen insgesamt 19 Läuferinnen und Läufer in Angriff. Erfreulicherweise gingen diesmal auch sehr viele Seniorensportler an den Start. Daher bekamen die Zuschauer gleich mehrere Läufe in den Sprintwettbewerben zu sehen.

Bilder

Durchführung verlief reibungslos

Trotz der großen Teilnehmerfelder verlief die Durchführung reibungslos, selbst der Zeitplan passte bis zum Ende. Die Sportler dankten es den Organisatoren mit starken Leistungen und erzielten bei idealen Laufbedingungen vier neue Stadionrekorde.

Der Auftakt war wie immer den jüngsten Athleten vorbehalten, die im Sprint und in der Staffel um den Sieg kämpften. Die Jungen vom Harz-Gebirgslaufverein (HGL) in der Besetzung Heidenreich, Metz, Schulz und Zier sprinteten über 4 x 50 Meter der Altersklasse U10 in 34,59 Sekunden neuen Stadionrekord. Etwas schneller waren die HGL-Jungs der U12 (Brandecker/Wehr/Peter/Piper), die sich als Sieger in 33,05 Sekunden denkbar knapp gegen die HGL-Mädchen der U 12 (Schulz/Walter/Prescher/Fischer) durchsetzten (33,07 Sekunden).

Bei den „Großen“ über 4 x 100 Meter gewann der Gastgeberverein (Brandecker/Farwig/Dieckmann/Schreiner) in 55,76 Sekunden gegen zwei Quedlinburger Staffeln. Die schnellsten Sprinter über 50 Meter waren Erik Brandecker (M10) in 7,92 Sekunden und Felix Wehr (M 11) in 7,96 Sekunden. Bei den Mädchen blieb Katharina Fischer (alle HGL/W 11) in 7,96 Sekunden erstmals unter acht Sekunden.

Starke Zeiten der Halberstädter

Starke Zeiten sprinteten auch der Halberstädter Niklas Schaumberg über 75 Meter der M13 mit 10,29 Sekunden und Finn Bähr (LG Nordharz) über 100 Meter der M 15 in 12,25 Sekunden. Letzterer lief auch über 300 Meter in 40,30 Sekunden der Konkurrenz davon.

Im Hauptprogramm durften die Jüngsten noch 800 Meter laufen. Es überzeugten mit Hausrekorden Frieda Bielas (W 9/3:08,30), Magdalena Walter (W 11/2:49,68), Hannes Heidenreich (M 8/3:01,50), Jan Schulz (M 9/2:55,91) und Felix Wehr (M 11/2:48,07).

Konstantin Rust verbessert Rekord

In den Sprintdisziplinen der Erwachsenen dominierte Konstantin Rust vom VfB Germania Halberstadt, der über 100 Meter den Stadionrekord auf 11,22 Sekunden verbesserte und auch über 200 und 400 Meter nicht zu schlagen war (23,02 Sekunden/52,23 Sekunden). Über die Stadionrunde hatte er mit dem 16-jährigen Janne Martin Kloß aus Haldensleben einen starken Gegner (52,73 Sekunden).

Im Weitsprungwettbewerb gelang dem Halberstädter André Strelow mit 5,07 Meter der weiteste Sprung. Nur einen Zentimeter kürzer sprang die erst 14-jährige Lea Brandecker vom gastgebenden Verein, die mit 5,06 Meter nur acht Zentimeter über dem Stadionrekord blieb. Dafür verbesserte sie diesen über 300 Meter der W 14 auf 44,93 Sekunden.

Sieben Zentimeter fehlen

Jonathan Toppel (M12) fehlten mit 4,50 Meter auch nur sieben Zentimeter zum Rekord. Weitere gute Ergebnisse erzielten Maurice Geelhaar (M 14) mit 5,01 Meter, Laura Zier (alle HGL/W 12) mit 4,13 Meter und Kalina Anna Krebs (Halberstadt/W 13) mit 4,68 Meter.

Auf den Mittelstreckendistanzen überzeugten die Athleten aus Halle. Schnellster über 800 Meter war Maximilian Sluka (U 20), der in 1:59,59 Minute als einziger Läufer unter zwei Minuten blieb. Sein Teamkollege Nils Oheim siegte in der U 18 in 2:01,41 Minuten vor dem Wernigeröder Nicolas Hensel, der in 2:07,09 Minuten Bestzeit lief. Sein Bruder Julius Oheim gewann in 4:17,23 Minuten mit großem Vorsprung die 1500 Meter vor einer ganzen Armada der LG Braunschweig. Sechster in diesem Rennen und Sieger der U20 wurde der HGL-Läufer Jona Jean Kuchinke in 4:33,12 Minuten.

Braunschweigerin bei den Frauen top

Das Rennen der Frauen entschied die Braunschweigerin Katja Radmilovic in 4:52,45 Minuten für sich. Dahinter erreichte HGL-Athletin Yvonne Brandecker als Sechste und Schnellste bei den Seniorinnen in 5:18,08 Minuten das Ziel.

Im letzten Lauf über 5000 Meter fiel ein weiterer Rekord. Jana Beyer (LG Göttingen) lief mit großem Vorsprung als erste Frau ins Ziel und gewann damit in der U20 in starken 17:35,44 Minuten. Bei den Männern blieben der Sieger Sven Schenk (trimago e.V.) in 15:30,02 Minuten und der Zweite Arvid Michaelis (U20) aus Aschersleben in 15:41,23 Minuten als Einzige unter 16 Minuten. Auf den Plätzen drei und vier folgten die Lokalmatadoren Enrico Dietrich (VfB Germania, 16:11,50 Minuten) und Matthias Göbel (HGL; 16:25,00 Minuten).

Dank an die fleißigen Helfer

Florian Hausl bedankt sich auf diesem Wege bei den vielen fleißigen Helfern und Kampfrichtern sowie den zahlreichen Teilnehmern und Zuschauern und hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Bereits der nächste Höhepunkt steht an. Dann findet im Wernigeröder Sportforum die Kreis-, Kinder- und Jugendolympiade statt.