Halberstadt l Die U19 des VfB Germania Halberstadt hat beim Fünften der Verbandsliga, Union Schönebeck, mit 2:1 gewonnen. Es war ein glanzloser Sieg.

Personelle Veränderungen

Die Köhler-Elf musste auf die Verletzten Stadler, Seelhorst, Hecht und Mann verzichten. Einige personelle und taktische Veränderungen waren demnach unumgänglich.

Bei guten äußeren Bedingungen und tiefem Geläuf übernahmen die Halberstädter selbstbewusst die Initiative, konnten aber das optische Übergewicht in den ersten 20 Minuten nur zu einer nennenswerten Aktion nutzen. In der 4. Minute wurde ein Schuss von Niclas Eheleben aus aussichtsreicher Position in letzter Sekunde geblockt. In der 20. Minute zeichnete sich der Union-Keeper nach einem Staat-Freistoß das erste Mal aus.

Germania Halberstadt geht in Front

Danach fasste sich Enno Boks aus 20 Metern ein Herz, sein Schuss verfehlte den Kasten (21.). Zwei Minuten später schlug Collin Weber von halblinks eine Flanke, die Niklas Hanke mit dem Kopf nicht verwerten konnte. Auch kurz danach belohnte er sich nicht. Dann war Hanke aber zur Stelle und erzielte das mittlerweile verdiente 1:0 für die Germanen. Einen von Leon Pust aus halblinker Position geschlagenen langen Ball vollendete er mit einem Flugkopfball zur umjubelten Führung.

Nun zog Eheleben auf und davon in den Strafraum. Der Schönebecker Verteidiger ging zu ungestüm in den Zweikampf und foulte den Außen. Die Folge war der Elfmeterpfiff des sehr sicher agierenden Referees Strackeljan. Den fälligen Strafstoß verwandelte der sehr gut aufgelegte Jakob Frye sicher zum 2:0 (43.). Das Fazit der ersten Hälfte: Die Germanen taten mehr fürs Spiel, standen mit Nils Brunner und Hannes Lehmann im Zentrum sicher und erzwangen sich die verdiente Führung.

Union Schönebeck stellt sich besser ein

Die zweite Hälfte ist aus Halberstädter Sicht schnell erzählt. Die SG Union Schönebeck stellte sich nach der Pause besser auf die Germanen ein. Der VfB war zwar weiter spielbestimmend, nur ließ er den Drang zum Tor vermissen. Dem Köhler-Team war in vielen Phasen die Zielstrebigkeit abhanden gekommen, halbherzige Abschlüsse und Unkonzentriertheiten im Spielaufbau waren verantwortlich, dass in Hälfte zwei wenig Nennenswertes zu verzeichnen war. Anders die SG Union. Mehrfach ließ Schönebeck aufhorchen. Die Germanen gaben das Zepter aus der Hand.

Die Heimelf bekam in der 72. Minute einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Sascha Liebing im Strafraum zu hohes Bein am Gegner spielte. Fritz Weidemeier ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen – 1:2. Das war das Startsignal für Union. Nun wackelten die Schwarz-Roten gehörig. Dass die Führung am Ende über die Zeit gebracht und es ein Zittersieg wurde, war der Tatsache geschuldet, dass es die Germanen versäumten, in der ersten Hälfte den Deckel drauf zu machen. „Schönebeck hat sich mit seiner jungen Mannschaft teuer verkauft und war drauf und dran, uns den einen Punkt abzuknöpfen“, so Trainer Florian Köhler.

Fünf Punkte Vorsprung

Egal, denn mit dem Schlusspfiff hatten die Germanen drei Zähler mehr auf der Habenseite und als Tabellenführer fünf Punkte Vorsprung auf den 1. FC Lok Stendal.

„Wir müssen uns in jedem Spiel neu beweisen und sind keineswegs schon durch. Wir haben auf ungewohnten Untergrund gespielt – waren wir doch erst das zweite Mal in dieser Saison auf Rasen unterwegs. Wir wollten unsere Trainingsergebnisse umsetzen, das ist uns nur teilweise gut gelungen. Grundsätzlich bin ich zufrieden, es gibt jedoch einige Baustellen wie Ballsicherheit, kontrolliertes Passspiel und Tempoverlagerungen, die wir in den nächsten Trainingswochen angehen werden“, so Coach Köhler unmittelbar nach dem Spiel.

VfB Germania Halberstadt: Niehs - Brunner, Lehmann, C. Weber, Köhler, Boks Frye, Pust (69. Müller), Eheleben (69. Liebing), Staat, Hanke (60. Gerhardt);

Torfolge: 0:1 Niklas Hanke (39.), 0:2 Jakob Frye (44.), 1:2 Fritz Weidemeier (72.); Schiedsrichter: Hendrik Strackeljan; Zuschauer: 57.