Wernigerode l Der Aufwärtstrend der letzten Jahre wurde auch im Wettkampfjahr 2018/19 fortgesetzt.

„Dass wir in jedem Jahr einen Ergebnisbericht erstellen, ist eine Besonderheit und kommt beim Deutschen Skiverband und LandesSportBund Sachsen-Anhalt sehr gut an“, berichtet Rüdiger Ganske, Präsident des Skiverbandes Sachsen-Anhalt. „Der Ergebnisbericht ist adressiert an den Deutschen Skiverband, das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt und den LandesSportBund. Er zeigt die Entwicklung, vor allem aus dem Nachwuchsleistungssportprojekt, der vergangenen Jahre auf und ist ein Instrument für die Durchsetzung der Interessen unseres Verbandes und somit unserer Vereine gegenüber den genannten Adressaten im Bezug auf den Nachwuchssport“, erläutert Thomas Hedderich, Sportkoordinator des Skiverbandes Sachsen-Anhalt.

Bericht wird gelobt

„Damit bringen wir zum Ausdruck, dass wir selbst unsere Entwicklung kontrollieren und mit Kritikfähigkeit die eigenen Leistungen beurteilen“, so Ganske. Und diese können sich auch 2018/19 mehr als sehen lassen. Angefangen von einer Silbermedaille der Skispringerin Josephin Laue und Teilnahme von Langläuferin Jessica Löschke bei den FIS Junior World Ski Championships, über die Silbermedaille von Alina Celine Rippin (NSV Wernigerode) und Teilnahme von Max Kermer (Skiverein Hassefelde) bei den OPA-Skispielen bis hin zu zahlreichen Titeln und Medaillen dieser vier Athleten bei Deutschen Jugendmeisterschaften. Zudem gewann Alina Rippin den DSV-Jugendcup, Max Kermer wurde Zweiter.

Das Quartett gehört auch 2019 dem DSV-Kader an, dazu kommen mit Franziska Hildebrandt, Andreas Wank, Danilo Riethmüller, Hans Köllner oder Justus Grundmann weitere Kaderathleten aus Sachsen-Anhalt, die nun für andere Skiverbände starten. Die steigende Zahl an Top Ten-Platzierungen bei nationalen Wettkämpfen (siehe Grafik) veranschaulicht die positive Entwicklung sowohl bei den Skisportlern mit Erststartrecht für Sachsen-Anhalt als auch jenen Sportlern, die für andere Landesverbände starten.

Harzer besuchen Eliteschulen

Neben dem aufgeführten Quartett trainieren auch Skispringerin Pauline Laue und die Skilangläufer Cedric Sikorski, Cora Löschke und Jannis Grimmecke an den Eliteschulen des Sports in Oberwiesenthal, Klingenthal und Oberhof. Ohne Erststartrecht für Sachsen-Anhalt wurden seit 2018 die Biathleten Albert Engelmann (WSV Benneckenstein) und Aniko Gäuer (TSV Leuna) sowie zum neuen Schuljahr Amy Dunkel (WSV Elbingerode) in Clausthal-Zellerfeld eingeschul­t.

Positiv werden im Ergebnisbericht auch die Kooperationsvereinbarungen mit den anderen Landesverbänden eingeschätzt, allen voran mit Sachsen. Auch mit dem Thüringer Skiverband wurde 2016 im Zuge des Erststartrechtes für Max Kermer eine Vereinbarung abgeschlossen, mit dem Landesskiverband Hessen besteht diese seit 2015. Mit Niedersachsen wird die Kooperation angestrebt, gerade im Zusammenhang mit den zahlreichen Biathleten aus Sachsen-Anhalt, die am Stützpunkt in Clausthal-Zellerfeld trainieren. „Ein Kooperationsvertrag wäre für beide Seiten wichtig. Er würde für Sachsen-Anhalt die Grundlage für das Erststartrecht schaffen, im Gegenzug wäre die Erhaltung des Stützpunkt mit hauptamtlichen Trainern gesichert“, erklärte Rüdiger Ganske.

Strukturgespräche stehen an

Der Ergebnisbericht liefert auch eine optimale Grundlage für die am kommenden Dienstag, 11. Juni, in Wernigerode anstehenden Strukturgespräche zwischen dem Skiverband Sachsen-Anhalt und dem Deutschen Skiverband. „Wir werden erstmals eine Zielbereinbarung mit dem Deutschen Skiverband und dem LandesSportBund Sachsen-Anhalt abschließen. Mit den positiven Ergebnissen sind wir ein wichtiger Bestandteil im Deutschen Skiverband“, blickt Rüdiger Ganske auf das Treffen mit Karin Orgeldinger, Sportdirektorin Nordisch/Biathlon, voraus.