Mit einem Vize- und einem Europameistertitel sind die Karatekas des HKC Magdeburg-Barleben, Katharina Feldmann und Bianca Walsleben, voller Stolz von der Karate-Europameisterschaft in Konstanz zurückgekehrt.

Barleben l Sieben Schlachtenbummler begleiteten die beiden Kämpferinnen. Katharina Feldmann und Bianca Walsleben waren im Vorfeld von National-Coach Thomas Schulze nominiert. Die Beiden bereiteten sich seit Januar in verschiedenen Trainingseinheiten und Lehrgängen auf dieses Großereignis vor.

Katharina startete zum ersten Mal bei den Junioren. Ihre erste Runde im Kata-Einzel meisterte sie mit ihrer kraftvollen und technisch sauberen Kata. In der zweiten Runde zeigte sie eine ähnliche Leistung. Hier entschieden sich die Kampfrichter für ihre Gegnerin. Kurze Zeit später ging es im Kumite-Einzel weiter. Hier ging sie genau so wie in ihrem Kata-Start, sehr kraftvoll und technisch sauber vor. Ihre Gegnerin konterte sie aber jeweils zweimal schnell aus und somit verlor sie ihren Kampf. Trotz des frühen Ausscheidens in den Einzelwettbewerben gab es Lob vom Nationalcoach für ihren großen Kampfgeist.

Dadurch ermutigt ging sie mit ihren zwei Teamkolleginnen in den Kumite-Team-Wettbewerb. Hier konnten die drei Mädels die Vorrunden für sich entscheiden und zogen somit in das Finale ein. Sie standen am Abend den sehr starken Ungarinnen gegenüber. Katharina zeigte eine sehr engagierte Leistung und bestach durch ihren unbändigen Kampfgeist. Auch eine sehr druckvolle Schlussoffensive half nichts. Sie unterlag denkbar knapp. Ihre zwei Teamkolleginnen konnten das Ergebnis auch nicht mehr zum positiven drehen und sie unterlagen den Ungarinnen im Finale. Das deutsche Juniorinnenteam um Katharina Feldmann errang somit den Titel des Vize-Europameisters im Kumite-Team. In Anbetracht des ersten Starts in dieser Altersgruppe für Katharina ein riesiger Erfolg.

Bianca Walsleben trat in der Altersklasse ab 21 Jahre bei den Damen an. Den Anfang machte sie im Kumite-Einzel. In der ersten Runde bekam sie es gleich mit der sehr starken Italienerin zu tun, welche auf Europameisterschaften schon mehrere Platzierungen erkämpfen konnte. Bianca ging hier taktisch klug vor und setzte zwei schnelle Kontertechniken zum Kopf ihrer Gegnerin. Dadurch siegte sie und zog in die nächste Runde ein. Auch diese Runde konnte sie für sich entscheiden. Somit stand sie im Poolfinale und kämpfte um den Einzug ins Halbfinale der EM. Bianca unterlag gegen die Schwedin und scheiterte knapp vor dem Kampf um die Medaillenränge. Die Euphorie nahm sie mit in die Kumite-Team-Kämpfe. Die drei Damen des deutschen Teams um Bianca, konnten ihre Vorrunden ebenfalls für sich entscheiden und somit standen sie, wie auch das Juniorinnenteam, im Finale dieser Europameisterschaft. Hier kämpften sie gegen die Engländerinnen. Kein zu unterschätzender Gegner, da zwei der Damen aus diesem Team im Finale des Kumite-Einzel der Damen standen.

Den Auftakt bei diesem Kampf machte aus dem deutschen Team die Kämpferin aus München. Diese unterlag ihrer englischen Gegnerin. Bianca sollte als zweite Kämpferin antreten und stand somit schon gehörig unter Druck. Bei einer Niederlage würde das auch bedeuten, dass das deutsche Team unterliegt. Angestachelt vom Nationalcoach und ihren Teamkameradinnen, ging Bianca hier wieder sehr druckvoll vor. Das trug dazu bei, dass sie zwei Punkte für sich verbuchen und somit den Kampf gewinnen konnte. Das deutsche Team war wieder im Rennen. Die Schlusskämpferin aus Hamburg kämpfte ebenso wie Bianca voller Euphorie und holte einen Punkt. Durch taktisch kluges Kämpfen, brachte sie den Punkt über die Zeit und gewann somit ihren Kampf ebenfalls. Der Europameistertitel im Kumite-Team der Damen ging nach Deutschland. Die Zuschauer und die Kämpferinnen waren außer sich vor Freude.