Haldensleben l Die 0:6-Klatsche des Ummendorfer SV in Niederndodeleben bringt Trainer Andre Linzert auch mit etwas Abstand noch ziemlich in Rage. „Wir haben an diesem Tag unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. So haben wir da oben erstmal gar nichts zu suchen, das steht fest. Und ich führe das auf die mangelnde Trainingsleistung von einzelnen Spielern zurück“, sagte Linzert vor dem Auswärtsspiel bei Grün-Weiß Dahlenwarsleben. Den Knackpunkt für die zuletzt schwachen Auftritte sieht er in der 1:2-Niederlage in Bülstringen, zudem macht sich der Ausfall von Christopher Birke (Kreuzbandriss) deutlich bemerkbar. „Seitdem lassen es die Jungs schleifen. Es wird halt nicht kontinuierlich trainiert und dann hast du so einen Leistungsabfall“, sagte Linzert. Hoffnung auf Besserung bei den Grün-Weißen, die auf Christian Lessow (Gelb-Rot) und Torwart Michael Schmidt (Rot) verzichten müssen, macht die Rückkehr von Sven Hieronymus. Grundsätzlich muss sich aber die Einstellung ändern: „Wir nehmen natürlich jeden Gegner immer ernst. Aber wenn wir nicht den Schalter umlegen und eine hundertprozentige Steigerung an den Tag legen, dann werden wir auch in Dahlenwarsleben nichts holen.“

Nichts zu holen gab es zuletzt auch für den Oscherslebener SC II, der sich mit einem 1:4 in Wanzleben abfinden musste. Für die Bodestädter geht es nun gegen Eintracht Gröningen. Die Mannschaft von Neu-Trainer Sascha Kreutzer, der den zurückgetretenen Matthias Blesse beerbte, holte immerhin ein 1:1 gegen Bebertal, bleibt aber dennoch Letzter. Von diesen Regionen wollte sich der OSC II eigentlich fern halten, doch der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch vier Punkte.

Beim SV Altenweddingen läuft es dagegen besser als erwartet. Mit dem 8:3-Sieg gegen Dahlenwarsleben holten sich die Sülzetaler die Tabellenführung zurück. „In unserer Situation ist das Selbstvertrauen natürlich da und das gibt dann auch noch Auftrieb, und dann kommen halt auch mal solche Ergebnisse zustande“, sagte Trainer Mirko Stieler vor dem Spiel beim SSV Samswegen. Die aktuelle Spitzenposition sieht er nur als Momentaufnahme, neu formulierte Ziele wird es deshalb nicht geben: „Wir bleiben da schon auf dem Teppich. Sicherlich ist die Situation sehr angenehm, wir wissen das aber auch richtig einzuschätzen. Wir sollten da schön ruhig bleiben und weiter unsere Spiele gewinnen.“ Die Ausgangslage gegen den 13. der Tabelle spricht zwar klar für Altenweddingen, doch die Vergangenheit lieferte warnende Beispiele. „Sicherlich wollen wir in Samswegen gewinnen, auch wenn wir wissen, dass es da immer schwer ist. Unsere Bilanz gegeneinander ist relativ ausgeglichen und wir haben uns da oft auch schwer getan.“

Für den SV Irxleben II geht es gegen Blau-Weiß Empor Wanzleben. Die Gastgeber kassierten zuletzt eine 1:2-Niederlage in Flechtingen und verpassten es dadurch, sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Dadurch rutschte der SVI II auf Platz 14 ab. Die Wanzleber konnten sich trotz des Sieges gegen den OSC II nicht verbessern und sind weiter Dritter.

Mit großer Vorfreude wird in Bebertal das Spiel gegen Bülstringen erwartet. „Unsere Truppe ist unglaublich heiß auf das Derby und die fiebern schon seit Wochen darauf hin“, erzählte Marcus Handke aus dem Trainerteam des Aufsteigers. Problematisch sieht allerdings die Personalsituation aus, da derzeit eine Vielzahl an Spielern ausfallen, unter anderem Martin Luer, Norman Kliewe und Martin Hoberg (Rot). Der Stellenwert wird dadurch aber keineswegs gemindert, Handke spricht sogar vom „Topspiel der Saison“. Bei der SGB wird Christian Breier wegen einer Gelb-Roten Karte fehlen.

Im hinteren Teil der Tabelle kommt es zum direkten Vergleich zwischen Rogätz und Flechtingen. Beide haben 13 Punkte, die Concordia liegt nur wegen der etwas besseren Torbilanz auf Rang elf. Für den FSV gab es zuletzt einen 2:1-Sieg gegen die Irxleben-Reserve, der Aufsteiger verlor mit 0:2 beim SV Hohendodeleben.

Der wiederum gastiert nun beim Eilslebener SV, von der Tabelle her ebenfalls ein Nachbarschaftsduell. Bei den Gastgebern ist der Kader aktuell sehr dezimiert, Trainer Kevin Köhne sprach von 18 Ausfällen. Dennoch reichte es zuletzt zu einem 3:2 beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben. „Dafür, dass zuletzt so viele gefehlt haben, haben wir das ganz gut hinbekommen“, sagte Köhne. Und deshalb soll sich an der Zielstellung auch nichts ändern: „Wir würden da schon ganz gerne gewinnen.“ Beide kennen sich noch gut aus der letztjährigen Saison in der Bördeliga, Staffel 2. „Im letzten Jahr waren beide Spiele auf Augenhöhe und das erwarte ich auch diesmal, so wie es die Tabelle auch aussagt.“

Der SV Gutenswegen/Klein Ammensleben empfängt Niederndodeleben. Während sich die Dodeleber mit dem Sieg über Ummendorf reichlich Selbstvertrauen holten, geht es für den Gastgeber immer weiter bergab. Aktuell steht das Team von Trainer Heiko Lackert nur noch auf dem vorletzten Platz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt schon drei Punkte.